The National Times - Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi

Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi


Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi
Kreml bestätigt Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA ab Mittwoch in Abu Dhabi / Foto: © AFP

Russland hat den neuen Termin einer Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs ab Mittwoch bestätigt. Aufgrund von "erforderlichen Terminabstimmungen zwischen den drei Parteien" sei der ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplante Termin auf "Mittwoch bis Donnerstag" verschoben worden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten. Im Januar hatten die russischen Truppen einer AFP-Analyse zufolge ihren Vormarsch in der Ukraine beschleunigt.

Textgröße ändern:

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab den neuen Termin für das trilaterale Treffen bereits am Vortag bekannt. Die neuen Gespräche finden zweieinhalb Wochen vor dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine statt. Es wurde erwartet, dass vor allem Territorialfragen im Mittelpunkt stehen werden. Bisher gibt es in dieser Frage keinerlei Anzeichen für einen Durchbruch.

Russland fordert einen Rückzug der ukrainischen Streitkräfte aus der gesamten ostukrainischen Industrie- und Bergbauregion Donezk eingeschlossen der Gebiete, die derzeit noch von der ukrainischen Armee kontrolliert werden. Die Ukraine lehnt dies ab. Die Forderung wäre politisch und militärisch für Kiew schwer zu akzeptieren, da zehntausende ukrainische Soldaten bei der Verteidigung der Region getötet wurden. Zudem würde Kiew in diesem Fall eine Schutzzone gegen eine mögliche neue russische Offensive verlieren.

Vor gut einer Woche hatten Unterhändler Moskaus und Kiews in Abu Dhabi erstmals direkt miteinander über einen von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen. Am Samstag traf der US-Gesandte Steve Witkoff den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew, der auch Wirtschaftsgesandter von Kreml-Chef Wladimir Putin ist, im US-Bundesstaat Florida zu einem Gespräch.

Die USA dringen auf ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, in dessen Verlauf zehntausende Menschen getötet wurden. Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, große Teile des Südens und des Ostens der Ukraine wurden zerstört.

Im Januar beschleunigte die russische Armee einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP zufolge ihren Vormarsch in der Ukraine und eroberte fast doppelt so viel Land wie im Vormonat. Demnach waren es im Januar 481 Quadratkilometer, wie aus Daten des Institute for the Study of War (ISW) hervorgeht. Im Dezember 2025 waren es 244 Quadratkilometer gewesen.

Der Januar in der Ukraine war der Monat mit den schlimmsten Ausfällen von Strom, Heizung und Wasser seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022. Russland führt seit Monaten massive Angriffe auf Kraftwerke aus. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen der aktuellen Kältewelle um eine kurzzeitige Einstellung der russischen Angriffe auf Kiew und andere Städte gebeten.

Ungeachtet dessen gab es am Wochenende in der Ukraine wegen einer "technischen Störung" massive Stromausfälle, wodurch erstmals seit Kriegsbeginn die U-Bahn in Kiew komplett stillstand. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte am Montag, die russischen Angriffe zielten nun auf das Eisenbahnnetz seines Landes ab.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Kriminalbeamtenbund: Besuch von Clanchef bei Linken-Party "Schlag ins Gesicht"

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat den Besuch von Clanchef Issa Remmo bei einer Wahlparty der Berliner Linken scharf kritisiert. "Nach allem, was bislang bekannt ist, war die Wahlparty öffentlich zugänglich und Issa Remmo nach Angaben der Linken nicht eingeladen", sagte Verbandschef Dirk Peglow den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Dienstag. "Trotzdem ist ein solcher Auftritt problematisch."

Geldstrafe für Zeitsoldat wegen homophober Äußerungen in Hamburg

Das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek hat einen Zeitsoldaten wegen homophober und rassistischer Äußerungen zu einer Geldstrafe verurteilt. Er soll 4500 Euro zahlen, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der 28-Jährige zwischen Oktober 2022 und Juni 2024 auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr in Hamburg homophob und rassistisch geäußert hatte.

Venezuelas Übergangspräsidentin in New York eingetroffen - Treffen mit Trump

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ist in New York eingetroffen, wo sie an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung teilnehmen und am Dienstag erstmals mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen wird. Rodríguez wurde am Sitz der Vereinten Nationen von UN-Generalsekretär António Guterres begrüßt, wie das venezolanische Staatsfernsehen meldete.

Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist kurz vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eingetroffen. Er telefonierte nach seiner Ankunft am Montag (Ortszeit) mit UN-Generalsekretär António Guterres, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. In New York wollten die iranischen Vertreter "die Rechte und die Interessen des iranischen Volkes verteidigen", sagte er demnach vor Journalisten. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei plant Araghtschi vor Ort Gespräche mit "zahlreichen" Amtsträgern und Außenministern.

Textgröße ändern: