The National Times - Massive Stromausfälle in der Ukraine und in Moldau wegen "technischer Störung"

Massive Stromausfälle in der Ukraine und in Moldau wegen "technischer Störung"


Massive Stromausfälle in der Ukraine und in Moldau wegen "technischer Störung"
Massive Stromausfälle in der Ukraine und in Moldau wegen "technischer Störung" / Foto: © AFP

In der Ukraine ist es nach Regierungsangaben infolge einer "technischen Störung" zu massiven Stromausfällen gekommen. Die Störung sei am Samstagmorgen an den Hauptstromleitungen zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine aufgetreten, erklärte Energieminister Denys Schmyhal. Es hätten Notstromabschaltungen stattgefunden, um die Kernkraftwerke des Landes zu entlasten. Auch im Nachbarland Moldau kam es zu massiven Sromausfällen.

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Dies Notstromabschaltungen seien nötig gewesen, um Schäden an den Anlagen zu verhindern, erklärte Schmyhal im Onlinedienst Telegram. Er versicherte, die Stromversorgung werde "innerhalb der nächsten Stunden" wiederhergestellt sein.

Die Störung habe zu einer "gleichzeitigen Abschaltung der 400-Kilovolt-Leitung zwischen den Stromnetzen Rumäniens und Moldaus und der 750-Kilovolt-Leitung zwischen der West- und Zentralukraine" geführt, erläuterte der Minister. Dabei seien "automatische Schutzmechanismen in mehreren Umspannwerken" ausgelöst worden. In der Folge sei es unter anderem in der Hauptstadtregion Kiew, der zentralen Region Schytomyr und in Charkiw im Nordosten des Landes zu Stromausfällen gekommen.

Auch Teile des westlichen Nachbarlandes Moldau waren am Samstag von Stromausfällen betroffen. Ein "Großteil" der Hauptstadt Chisinau sei ohne Strom, teilte Bürgermeister Ion Ceban auf Telegram mit. Da die Ampeln ausfielen, regelten Polizisten an den wichtigsten Kreuzungen den Straßenverkehr. Energieminister Dorin Junghietu bestätigte, dass die Stromausfälle in Moldau mit dem Ausfall der Stromleitungen in der Ukraine zusammenhingen.

In Kiew wurde infolge der Stromausfälle unter anderem die Wasserversorgung zeitweise unterbrochen und das U-Bahn-Netz der Hauptstadt vollständig lahmgelegt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "Notfall". Die Reparaturarbeiten seien im Gang, nun gehe es darum, "die Situation schnell zu stabilisieren", schrieb er auf Telegram.

Die Metro in den Städten Kiew und Charkiw standen infolge des Ausfalls am Samstag still. "Aufgrund eines Stromausfalls in den externen Versorgungszentren wurden der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn eingestellt", teilte der Betreiber der Metro in Kiew auf Facebook mit.

Bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, würden die U-Bahn-Stationen als Schutzräume vor den russischen Angriffen dienen, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram.

Das U-Bahn-Netz ist ein wichtiges Verkehrssystem der ukrainischen Hauptstadt. Selbst während intensiver russischer Bombardements stellte die U-Bahn nur selten den Betrieb ein. Offiziellen Daten zufolge nutzten 2025 täglich rund 800.000 Fahrgäste die Züge des öffentlichen Verkehrssystems. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Kiews nutzen die 52 Stationen des U-Bahn-Netzes zudem als Luftschutzbunker während russischer Angriffe.

Auch in Charkiw kündigte der der U-Bahn-Betreiber am frühen Morgen vorübergehend eine Einstellung des Betriebs aus "technischen Gründen" an. Später wurde die teilweise Wiederaufnahme des Betriebs bekanntgegeben.

Russland hatte in den vergangenen Wochen verstärkt Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur geflogen. Durch die Attacken waren tausende Haushalte bei eisigen Temperaturen immer wieder ohne Strom und ohne Heizung. Ob die aktuellen Stromausfälle mit den russischen Angriffen zusammenhängen, war zunächst nicht bekannt.

Am Freitag hatte der Kreml bekanntgegeben, dass Präsident Wladimir Putin auf Bitte seines US-Kollegen Donald Trump zugestimmt habe, die Angriffe auf Kiew bis Sonntag einzustellen.

T.F.Russell--TNT

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