The National Times - Nach Trump-Drohungen: Iran versetzt Armee in höchste Alarmbereitschaft

Nach Trump-Drohungen: Iran versetzt Armee in höchste Alarmbereitschaft


Nach Trump-Drohungen: Iran versetzt Armee in höchste Alarmbereitschaft
Nach Trump-Drohungen: Iran versetzt Armee in höchste Alarmbereitschaft / Foto: © Iranian Army Media Office/AFP/Archiv

Nach den Angriffsdrohungen von US-Präsident Donald Trump hat der Iran seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Armeechef Amir Hatami warnte zudem die USA am Samstag vor einem "Fehler", mit dem sie ihre eigene Sicherheit gefährden" würden. Inmitten der verschärften Spannungen gab es in der Hafenstadt Bandar Abbas an der iranischen Golfküste eine heftige Explosion. Die Ursache war zunächst unklar - die Revolutionsgarden erklärten aber umgehend, keines ihrer Gebäude sei angegriffen worden.

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Die Streitkräfte seien "in voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft", teilte Irans Armeechef Hatami laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit. "Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden", warnte er zudem. Teheran nutzt den Begriff "zionistisches Regime" für Israel - beide Länder sind tief verfeindet und streiten um Einfluss in der Region.

Trump hatte zuvor erneut mit US-Militärangriffen gegen das Land gedroht, falls sich Teheran einem neuen Atomabkommen verweigere. Der US-Präsident verwies am Freitag zudem auf US-Kriegsschiffe, die er in Richtung Iran geschickt habe: "Wir haben eine große Armada, Flotte, nennen Sie es wie sie wollen, die gerade Kurs auf den Iran nimmt, sogar größer als das, was wir in Venezuela hatten", sagte er.

Eine Antwort auf die Frage, ob er einen ähnlichen Militäreinsatz wie in Venezuela plane, falls kein Abkommen mit dem Iran zustande komme, lehnte Trump ab. Anfang Januar hatten US-Spezialkräfte den linksnationalistischen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Trump zeigte sich zugleich überzeugt, dass Teheran am Ende einem Abkommen über das umstrittene Atomprogramm des Landes zustimmen werde. "Ich kann eines sagen, sie wollen einen Deal vereinbaren", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er dem Iran eine Frist für ein Abkommen zu seinem Atomprogramm, seinem Raketenprogramm oder anderen Themen gesetzt habe, antwortete Trump: "Ja, das habe ich". Wann diese Frist ausläuft, sagte Trump nicht. Dies wisse nur der Iran.

Teheran hatte sich kurz zuvor zu einer Wiederaufnahme der Gespräche über sein Atomprogramm bereit erklärt. Entsprechende Verhandlungen müssten "fair und auf Augenhöhe" stattfinden und dürften keine Debatten über die Raketenbestände oder Verteidigungskapazitäten seines Landes beinhalten, forderte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bei einem Besuch in Istanbul. Konkrete Pläne für ein Treffen mit US-Vertretern zur Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran gibt es nach seinen Angaben aber bislang nicht.

Die Explosion am Samstag in Bandar Abbas ereignete sich dem Staatsfernsehen zufolge in einem mehrstöckigen Gebäude. Dabei seien große Zerstörungen angerichtet worden. Laut Irna wurden mehrere Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Es sei eine Untersuchung der Ursache der Explosion eingeleitet worden, erklärte der Katastrophenschutzleiter der südiranischen Provinz Hormosgan, Mehrdad Hassansadeh.

Die Revolutionsgarden dementierten im Internet kursierende Gerüchte, dass Gebäude ihrer Marine-Einheiten an der Golfküste Ziel von Angriffen geworden seien. Eine entsprechende Erklärung der Garden wurde von der Nachrichtenagentur Fars verbreitet.

N.Johns--TNT

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