The National Times - Bundestag stimmt für schärfere Strafen bei Terrorismus und Spionage

Bundestag stimmt für schärfere Strafen bei Terrorismus und Spionage


Bundestag stimmt für schärfere Strafen bei Terrorismus und Spionage
Bundestag stimmt für schärfere Strafen bei Terrorismus und Spionage / Foto: © AFP/Archiv

Der Bundestag hat grünes Licht für mehrere Gesetzentwürfe der Regierung zur Stärkung der internationalen Strafverfolgung und Terrorismusbekämpfung gegeben. Das Parlament stimmte am Donnerstagabend unter anderem mehrheitlich dafür, künftig auch Vorbereitungen für Anschläge "mit Alltagsgegenständen" wie einem Auto oder Messer zu ahnden.

Textgröße ändern:

Zudem soll in Zukunft auch die Wiedereinreise nach Deutschland mit dem Ziel, eine terroristische Straftat zu begehen, bestraft werden. Für beide Fälle ist eine Anpassung von Paragraph 89a des Strafgesetzbuchs geplant. Mit diesem wird die "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" geahndet. Die Strafbarkeit von Terrorismusfinanzierung in Paragraph 89c soll um neuere Erscheinungsformen ebenfalls ausgeweitet werden.

Auch gegen Spionage will die Bundesregierung stärker vorgehen. Geplant ist eine Strafverschärfung für die "geheimdienstliche Agententätigkeit": Der Strafrahmen in Paragraf 99 des Strafgesetzesbuchs soll auf eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren erhöht werden. Aktuell drohen bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Zudem soll die "Ausübung fremder Einflussnahme und darauf gerichtete Agententätigkeit" künftig unter Strafe gestellt werden. Dazu ist die Einführung des neuen Paragrafen 87a im Strafgesetzbuch geplant.

Mit einem weiteren Gesetz soll es den Strafbehörden in den EU-Mitgliedstaaten ermöglicht werden, unter Voraussetzungen die Sicherung und Herausgabe von bestimmten personenbezogenen Daten grenzüberschreitend anzuordnen. Mit den Gesetzentwürfen setzt die Bundesregierung mehrere EU-Richtlinien in deutsches Recht um.

"Autoritäre Staaten arbeiten gezielt gegen unsere Demokratie. Sie setzen dabei auf Agenten und andere willfährige Helfer", erklärte Bundesjustizministerien Stefanie Hubig (SPD). "Spionage, Sabotage-Akte, Drangsalierung ausländischer Oppositioneller: die Methoden sind perfide, die Bedrohung ist real."

Es sei deshalb "richtig und notwendig, dass wir das Strafrecht fortentwickeln und an die Bedrohungslage anpassen". Hubig sprach von einem klaren Signal: "Unsere Demokratie lässt sich nicht einschüchtern. Wir stellen uns den autoritären Kräfte und ihren Handlangern entschlossen entgegen."

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Trump will neuen Fed-Chef kommende Woche nominieren

US-Präsident Donald Trump will den neuen Chef der Notenbank Federal Reserve (Fed) kommende Woche nominieren. Er werde die Ankündigung "irgendwann nächste Woche" machen, sagte Trump am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington. "Es wird eine Person sein, die, wie ich denke, gute Arbeit leisten wird", fügte er hinzu. Die Personalentscheidung bedarf der Zustimmung des US-Senats.

Trump: USA erlauben wieder Flüge über Venezuela

Die USA erlauben nach Angaben von Präsident Donald Trump wieder Passagier- und Frachtflüge über Venezuela. Dies gelte ab Donnerstagabend, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Washington. Er habe Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez telefonisch darüber informiert, "dass wir den gesamten kommerziellen Luftraum über Venezuela öffnen werden".

Bundestag stimmt für Verlängerung des Irak-Einsatzes der Bundeswehr

Der Bundestag hat am Donnerstagabend die Verlängerung des Irak-Einsatzes der Bundeswehr beschlossen. Mit 389 Ja-Stimmen bei 187 Nein-Stimmen und einer Enthaltung stimmte das Parlament mit deutlicher Mehrheit für den Antrag der Bundesregierung, die Mission ein weiteres Jahr bis Ende Januar 2027 fortzusetzen. Das im Kern unveränderte Mandat sieht weiterhin eine Personalobergrenze von 500 Bundeswehr-Angehörigen vor.

Trump spricht von Zusage Putins: Eine Woche keine Angriffe auf Kiew

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen", sagte Trump am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington und fügte an: "Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett."

Textgröße ändern: