The National Times - BBC ernennt Übergangschef inmitten von Rechtsstreit mit Trump

BBC ernennt Übergangschef inmitten von Rechtsstreit mit Trump


BBC ernennt Übergangschef inmitten von Rechtsstreit mit Trump
BBC ernennt Übergangschef inmitten von Rechtsstreit mit Trump / Foto: © AFP

Inmitten eines milliardenschweren Rechtsstreits mit US-Präsident Donald Trump hat die britische Rundfunkanstalt BBC einen neuen Interims-Generaldirektor ernannt. Rhodri Talfan Davies werde übergangsweise ab dem 2. April "bis zum Amtsantritt eines neuen, dauerhaften Generaldirektors" in diesem Amt fungieren, erklärte die BBC am Mittwoch. Der bisherige Generaldirektor Tim Davie hatte im Zuge des Rechtsstreits mit Trump seinen Rücktritt erklärt, wird jedoch noch bis April im Amt bleiben.

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Im Streit um eine vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 ausgestrahlte Dokumentation der BBC hatte Trump die britische Rundfunkanstalt im Dezember auf mindestens zehn Milliarden Dollar (rund 8,51 Milliarden Euro) verklagt. In der Dokumentation waren Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 so zusammengeschnitten, dass der Eindruck entstand, er habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen.

Der Präsident warf der Rundfunkanstalt Verleumdung und Verstoß gegen ein Gesetz über irreführende und unlautere Geschäftspraktiken vor. Die BBC hatte daraufhin angekündigt, sich juristisch gegen die Verleumdungsklage zu wehren.

BBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness hatten nach Trumps Beschwerde ihren Rücktritt erklärt. Inhaltlich wiesen sie seine Vorwürfe jedoch zurück.

Rhodri Talfan Davies war unter anderem neun Jahre lang Direktor der BBC für Wales und leitete bislang den Bereich generative Künstliche Intelligenz. Der Interims-Generaldirektor sei eine "herausragende Führungskraft mit umfassender redaktioneller Erfahrung", erklärte BBC-Präsident Samir Shah.

Wegen seiner Rolle bei der Erstürmung des Kapitols wurde Trump im Jahr 2023 unter anderem wegen Verschwörung zur Behinderung einer offiziellen Amtshandlung sowie zum Betrug an den Vereinigten Staaten angeklagt. Nach Trumps Wahlsieg am 5. November 2024 sah sich die Justiz gezwungen, das Strafverfahren einzustellen.

A.Davey--TNT

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