The National Times - Kallas: Transatlantische Beziehungen "bis ins Mark erschüttert"

Kallas: Transatlantische Beziehungen "bis ins Mark erschüttert"


Kallas: Transatlantische Beziehungen "bis ins Mark erschüttert"
Kallas: Transatlantische Beziehungen "bis ins Mark erschüttert" / Foto: © AFP

Angesichts der angespannten Beziehungen zu den USA hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die Europäer dazu aufgerufen, ihre Verteidigungsbemühungen zu verstärken. Die "grundlegende Neuorientierung" der US-Außenpolitik habe die transatlantischen Beziehungen "in ihren Grundfesten erschüttert", sagte Kallas am Mittwoch bei der jährlichen Konferenz der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) in Brüssel. Europa müsse sich "den neuen Realitäten anpassen", forderte sie.

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Brüssel wolle nach wie vor "starke transatlantische Beziehungen", sagte Kallas. Europa sei jedoch nicht länger Washingtons "bevorzugter Schwerpunkt", argumentierte sie. Diese Veränderung sei bereits seit einiger Zeit im Gange und "strukturell, nicht vorübergehend". Europa könne sein Überleben nicht länger "auslagern".

US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Verbündeten Anfang des Jahres mit der Ankündigung geschockt, Grönland den USA anschließen zu wollen. Erst nach entschiedenem Protest aus Europa, Kritik aus der US-Politik und -Wirtschaft und einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte schloss er vor wenigen Tagen Gewalt als Mittel zum Erreichen seines Ziels aus. Die Grönland-Krise hat die Rufe nach einer Loslösung vom jahrzehntelangen transatlantischen Partner und Beschützer lauter werden lassen, auch in Verteidigungsfragen.

A.Davey--TNT

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