The National Times - Fußball-WM: Grüne fordern Schutzkonzept für deutsche Fans in den USA

Fußball-WM: Grüne fordern Schutzkonzept für deutsche Fans in den USA


Fußball-WM: Grüne fordern Schutzkonzept für deutsche Fans in den USA
Fußball-WM: Grüne fordern Schutzkonzept für deutsche Fans in den USA / Foto: © AFP/Archiv

Angesicht des gewaltsamen Vorgehens der US-Bundesbeamten im US-Bundesstaat Minnesota und der verschärften Einreisebestimmungen in die USA haben die Grünen von der Bundesregierung Schutzmaßnahmen für deutsche Fans bei der Fußball-WM im Sommer gefordert. "Die Bundesregierung muss dringend eine belastbare Strategie zum Schutz deutscher Fans und Funktionäre während Einreise und Aufenthalt bei der WM vorlegen", sagte der Grünen-Außenpolitiker Boris Mijatovic dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag).

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Die Sorgen von Fans seien berechtigt, erklärte Mijatovic. Die Bundesregierung müsse daher klare Reise- und Sicherheitshinweise, erreichbare konsularische Anlaufstellen, transparente Informationen und belastbare Absprachen mit den zuständigen Behörden vorlegen. Zum Protest gegen die Regierungspolitik von US-Präsident Donald Trump könne zudem ein Boykott der Weltmeisterschaft durch deutsche Regierungsvertreter zählen, erklärte der Menschenrechtsexperte.

Auch Linken-Fraktionschef Sören Pellmann zeigte sich besorgt: Die Entwicklung in den USA habe "einen Punkt erreicht, wo ich nicht ruhigen Gewissens sagen würde, dass eine Reise sicher ist", sagte Pellmann dem RND. Dass derzeit auch US-Staatsbürger von der Einwanderungsbehörde abgeschoben werden, zeigt Pellmann zufolge: "Diese Beamten schauen und prüfen nicht zuverlässig, wen sie verhaften und mitunter monatelang in Abschiebegefängnissen verwahren." Ein Pass biete keinen Schutz. Daher, betonte Pellmann, "besteht Grund zur Sorge um alle, die hinfahren."

Die Unionsfraktion sprach sich indes gegen ein Fernbleiben von der WM aus. "Ein Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer würde sicherlich nicht zu einer grundlegenden Änderung dieser Politik führen", sagte der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, dem RND. Ein solcher Schritt würde eher die Fußballer und Millionen Fans treffen, die diesem sportlichen Großereignis entgegenfiebern. "Die Politik hat viele geeignete Instrumente, um das Verhalten der US-Regierung zu kritisieren – ein WM-Boykott gehört zweifellos nicht dazu", sagte Mayer.

Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Deutschland hat sich qualifiziert.

W.Phillips--TNT

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