The National Times - Islamistisch motivierter Mord an Lehrer Paty: Berufungsprozess in Paris begonnen

Islamistisch motivierter Mord an Lehrer Paty: Berufungsprozess in Paris begonnen


Islamistisch motivierter Mord an Lehrer Paty: Berufungsprozess in Paris begonnen
Islamistisch motivierter Mord an Lehrer Paty: Berufungsprozess in Paris begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Gut fünf Jahre nach der Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty durch einen jungen Islamisten hat am Montag in Paris der Berufungsprozess gegen zwei Freunde des getöteten Täters und zwei weitere Angeklagte begonnen. In der ersten Instanz waren acht Angeklagte zu Haftstrafen von einem bis zu 16 Jahren verurteilt worden. Vier von ihnen gingen in Berufung.

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Den beiden Freunden des Täters wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe zum Mord vor. Sie waren in erster Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Den beiden weiteren Angeklagten wird angelastet, eine Hasskampagne gegen Paty geführt zu haben. Sie waren im ersten Prozess zu Haftstrafen von 13 und 15 Jahren verurteilt worden. Die vier übrigen Verurteilten hatten lediglich online Kontakt zu dem Täter gehabt.

Der Geschichtslehrer einer Mittelschule in Conflans-Sainte-Honorine, einer Vorstadt im Westen von Paris, hatte in einer Stunde zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Eine damals 13-jährige Schülerin, die aus disziplinarischen Gründen aus dem Kurs ausgeschlossen war, sagte ihrem Vater fälschlicherweise, Paty habe muslimische Schüler gezielt aus der Klasse geschickt.

Ihr Vater und ein Prediger einer Moschee starteten in Onlinenetzwerken eine Hetzkampagne gegen den 47-Jährigen. Dieser sprach mehrfach davon, dass er sich bedroht fühle. Er hatte den Prediger wegen Verleumdung angezeigt.

Der 18-jährige Täter, der den Lehrer nicht persönlich kannte, lauerte Paty am 16. Oktober 2020 nach der Schule auf, erstach und enthauptete ihn. Der aus Tschetschenien stammende Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Er hatte eine Sprachnachricht auf Russisch hinterlassen, in der er davon sprach, "den Propheten Mohammed zu rächen".

Zusätzlich zu den acht Erwachsenen waren auch sechs Jugendliche angeklagt worden. Sie wurden im Dezember 2023 von einem Jugendgericht zu Strafen von bis zu sechs Monaten Freiheitsentzug durch eine elektronische Fußfessel verurteilt. Fünf von ihnen hatten dem Täter gegen Geld geholfen, Paty ausfindig zu machen. Das Mädchen, das durch ihre Lüge die Hetzkampagne ausgelöst hatte, wurde wegen falscher Verdächtigung verurteilt.

Der Fall hatte in Frankreich eine Schockwelle ausgelöst. Patys Schule wurde mittlerweile nach dem getöteten Lehrer umbenannt.

R.Hawkins--TNT

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