The National Times - Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi vorerst beendet - Nächste Runde in Aussicht

Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi vorerst beendet - Nächste Runde in Aussicht


Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi vorerst beendet - Nächste Runde in Aussicht
Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi vorerst beendet - Nächste Runde in Aussicht / Foto: © AFP

Überschattet von erneuten heftigen russischen Angriffen in der Ukraine sind am Samstag in Abu Dhabi die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA zur Beendigung des Krieges zu Ende gegangen. "Es wurde viel diskutiert, und es ist wichtig, dass die Gespräche konstruktiv waren", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anschließend im Onlinedienst X. "Möglicherweise" würden bereits kommende Woche weitere Treffen stattfinden.

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Es handelte es sich um die ersten Beratungen von Vertretern der drei Länder über den US-Friedensplan für die Ukraine. Voraussetzung für weitere Treffen in der kommenden Woche sei die "Bereitschaft, weiterzumachen", schrieb Selenskyj und fügte an: "Die Ukraine ist bereit."

Auch nach Angaben eines Vertreters der Vereinigten Arabischen Emirate fanden die Gespräche in einer "konstruktiven und positiven Atmosphäre" statt. Für kommende Woche sei eine weitere Gesprächsrunde in dem Dreierformat vereinbart worden, hieß es in Abu Dhabi.

Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte Moskau seine Maximalforderung bekräftigt, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll. Die Ukraine lehnt dies bislang kategorisch ab.

Der ukrainische Chef-Verhandler Rustem Umerow hatte nach dem ersten Verhandlungstag am Freitag erklärt, die Gespräche in Abu Dhabi konzentrierten sich auf "die Parameter zur Beendigung von Russlands Krieg und die weitere Logik des Verhandlungsprozesses".

Am Samstag warf dann der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, mit der jüngsten nächtlichen Angriffswelle die Verhandlungen sabotieren zu wollen. Die Angriffe seien ein erneutes Beispiel für "russischen Terror", Putin habe sie "zynischerweise" ungeachtet der Gespräche in Abu Dhabi angeordnet und damit "auch den Verhandlungstisch getroffen".

Staatschef Selenskyj hatte auf X von "370 Angriffsdrohnen und 21 Raketen unterschiedlichen Typs" geschrieben, mit denen Russland sein Land beschossen habe. In Kiew und dessen Umland sei insbesondere Energieinfrastruktur angegriffen worden. Betroffen seien darüber hinaus die Regionen Sumy, Charkiw und Tschernihiw. Selenskyj schrieb von einem Todesopfer und "Dutzenden Verletzten", darunter auch ein Kind.

Allein in der Hauptstadtregion Kiew und der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw wurden nach jüngsten Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und 27 weitere verletzt.

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hatte am frühen Samstagmorgen erklärt, die Stadt werde "massiv" angegriffen und die Bevölkerung zum Verbleib in Schutzräumen aufgerufen. Nach seinen Angaben wurden mehrere Gebäude getroffen, jedoch keine Wohnhäuser.

Später schrieb Klitschko von einem Todesopfer und vier Verletzten. In mehreren von Drohnentrümmern getroffenen Gebäuden sei Feuer ausgebrochen, zudem sei die Wärme- und Wasserversorgung in Teilen der Hauptstadt unterbrochen. Im Kiewer Umland wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier weitere Menschen verletzt.

Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, informierte im Onlinedienst Telegram über einen Angriff mit Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion, der mehrere Wohngebäude in zwei Stadtteilen nahe der russischen Grenze beschädigt habe. Nach Angaben der Polizei wurden dabei 15 Menschen verletzt und zwei medizinische Einrichtungen beschädigt.

B.Cooper--TNT

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