The National Times - Ausschreitungen bei prokurdischen Demonstrationen - Imbisse in Dortmund angegriffen

Ausschreitungen bei prokurdischen Demonstrationen - Imbisse in Dortmund angegriffen


Ausschreitungen bei prokurdischen Demonstrationen - Imbisse in Dortmund angegriffen
Ausschreitungen bei prokurdischen Demonstrationen - Imbisse in Dortmund angegriffen / Foto: © AFP/Archiv

Bei prokurdischen Solidaritätsdemonstrationen hat es am Dienstagabend in mehreren deutschen Städten teils heftige Auseinandersetzungen mit Polizei und Passanten gegeben. In Stuttgart und Hannover warfen Demonstranten nach Angaben der Polizei mit Feuerwerkskörpern und versuchten, Absperrketten von Beamten zu durchbrechen. In Dortmund griffen Protestieren demnach Imbisse an und attackierten Einsatzkräfte mit Böllern sowie Steinen.

Textgröße ändern:

Die Polizei in Dortmund sprach von "massiven Ausschreitungen", die Beamten in den anderen Städte berichteten ebenfalls von aggressiver Stimmung bei Teilen der Demonstranten. In Bremen kam es demnach entlang eines prokurdischen Aufzugs wiederholt zu Konflikten und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Passanten. Einsatzkräften mussten auch dort mehrmals einschreiten.

In Dortmund versammelten sich demnach am Dienstagabend etwa 4000 Menschen, in Stuttgart rund 2200, in Bremen schätzungsweise 1600 und in Hannover mindestens 1600. Teilweise gab es zunächst auch friedliche Proteste, bevor die Stimmung bei anschließenden Aufzügen oder während der Abwanderungsbewegung eskalierte. In Dortmund randalierten laut Polizei mehrere Demonstranten und beschädigten Fenster von Imbissen. Dort wurden zudem sieben Beamte durch eine Böllerexplosion verletzt.

Hintergrund ist die Lage in Syrien. Dort begann die syrische Armee vor rund zwei Wochen, die kurdisch dominierte Miliz namens Demokratische Kräfte Syriens aus kurdisch dominierten Gebieten zu vertreiben. Es wurden mehrfach Waffenruhen verkündet, die aber nicht hielten. Am Dienstag wurde eine weitere Waffenruhe vermeldet.

In Hannover löste die Polizei die Demonstration nach eigenen Angaben auf, nachdem sich Teilnehmer vermummt und mehrere hundert Menschen versucht hatten, eine Absperrung zu durchbrechen. Ein Polizeireiter wurde mit einer Fahnenstange angegriffen, konnte die Attacke aber abwehren. Es gab zwei vorläufige Festnahmen. In Stuttgart setzte die Polizei Reizgas an. Verletzte wurden aus diesen Städten aber nicht gemeldet.

In Bremen gab es laut Polizei gewalttätige Auseinandersetzungen, als sich Demonstranten von Passanten provoziert fühlten. Einige Protestierende verfolgten vermeintliche Provokateure in den nahen Hauptbahnhof, was Beamte "durch Absperrungen und den Einsatz unmittelbaren Zwangs" verhinderten. Auch dort wurde zudem Pyrotechnik gezündet. In der Hansestadt wie in den anderen Städten laufen nun Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs.

Auch in Trier gab es Konflikte bei einer prokurdischen Demonstration, an der rund 400 Menschen teilnahmen. Nach einem Böllerwurf auf den Aufzug griffen mehrere Demonstranten den vermeintlichen Verursacher an, der 24-jährige Syrer wurde leicht verletzt. Beamte griffen ein.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Hohe Spritpreise und Dürre: Moldau verhängt Notstand in Energie- und Wassersektor

Angesichts hoher Spritpreise und einer schweren Dürre hat das Parlament in Moldau einen 60-tägigen Notstand im Energie- und Wassersektor erklärt. Der Gesetzesentwurf passierte am Dienstag das Parlament mit 54 zu 20 Stimmen; 22 Abgeordnete enthielten sich. Der Notstand erlaubt den moldauischen Behörden "eine schnelle Reaktion, falls es zu Unterbrechungen in der Versorgung mit Energie, Sprit und Wasser kommt", erklärte die Regierung.

Erdogan: Welt muss unverzüglich mit Wiederaufbau des Gazastreifens beginnen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in seiner Rede vor der UNO einen sofortigen Beginn des Wiederaufbaus im vom Krieg zerstörten Gazastreifen gefordert. "Wir müssen umgehend mit dem Wiederaufbau des Gazastreifens beginnen", sagte Erdogan am Dienstag bei der UN-Generaldebatte in New York. Die Staatenlenker der Welt forderte er auf, "größeren Druck auf Israel auszuüben".

Rede vor der UNO: Trump hält Iran- und Ukraine-Abkommen für möglich

In seiner diesjährigen Rede vor der UN-Vollversammlung hat sich US-Präsident Donald Trump erneut als Friedensstifter inszeniert - trotz ausbleibender Erfolge am Verhandlungstisch. Trump sagte am Dienstag in seiner gut halbstündigen Ansprache in New York, er wolle "schnell" ein Abkommen mit dem Iran schließen. Auch ein US-vermitteltes Abkommen zwischen Russland und der Ukraine komme "schneller, als die Menschen denken", versicherte er.

Erdogan: Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer sind "inakzeptabel"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor der UNO Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer scharf verurteilt. "Die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer sind inakzeptabel, unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist", sagte Erdogan am Dienstag vor der Vollversammlung in New York. Seit Beginn des Ukraine-Krieges wurden im Schwarzen Meer Ankara zufolge 226 zivile und kommerzielle Schiffe angegriffen, wobei mehr als 70 Prozent der Angriffe in diesem Jahr erfolgten.

Textgröße ändern: