The National Times - Karlspreis 2026 geht an früheren EZB-Chef Mario Draghi

Karlspreis 2026 geht an früheren EZB-Chef Mario Draghi


Karlspreis 2026 geht an früheren EZB-Chef Mario Draghi
Karlspreis 2026 geht an früheren EZB-Chef Mario Draghi / Foto: © AFP/Archiv

Der Karlspreis geht in diesem Jahr an den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und Ex-Ministerpräsidenten Italiens, Mario Draghi. Der Preisträger habe "in einer dramatischen Situation den Euro gerettet", sagte der Vorsitzende des Karlspreis-Direktoriums, der frühere nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU), bei der Verkündung am Samstag in Aachen. Draghi habe zudem "Italien in einer Krisensituation stabilisiert und reformiert".

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Laschet ging in seiner Begründung vor allem auf Draghis berühmte "Whatever it takes"-Worte während der Schuldenkrise 2012 ein. Mit seiner Aussage "Die Europäische Zentralbank wird alles tun, was nötig ist, um den Euro zu schützen" hatte der damalige EZB-Präsident die Finanzmärkte beruhigt.

"Sein Wort 'Whatever it takes' gilt heute mehr denn je", sagte Laschet. Es sei deshalb der Appell des Karlspreis-Direktoriums an die Regierungschefs Europas und die EU-Kommission: "Überwindet das Kleinklein, whatever it takes gilt jetzt für Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Europas." Diese müssten nun das umsetzen, was Draghi in einem im Auftrag der EU erstellten Report gefordert habe.

Draghi hatte den Bericht im vergangenen Jahr an die EU-Kommission übergeben. Darin geht es um Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der EU.

Die Verleihung des Karlspreises erfolgt traditionell am Himmelfahrtstag und damit in diesem Jahr am 14. Mai bei einem Festakt im historischen Aachener Rathaus.

Mit dem Karlspreis werden seit 1950 Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die sich um Europa verdient machten. Zu den prominentesten Preisträgern zählen etwa der verstorbene Papst Franziskus, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

A.Parker--TNT

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