The National Times - Venezuelas Übergangspräsidentin wirft Maduro-Gefolgsmann Saab aus dem Kabinett

Venezuelas Übergangspräsidentin wirft Maduro-Gefolgsmann Saab aus dem Kabinett


Venezuelas Übergangspräsidentin wirft Maduro-Gefolgsmann Saab aus dem Kabinett
Venezuelas Übergangspräsidentin wirft Maduro-Gefolgsmann Saab aus dem Kabinett / Foto: © AFP

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat Industrieminister Álex Saab entlassen, der als Strohmann des von den USA gefangengenommenen und entmachteten Staatschefs Nicolás Maduro kritisiert wurde. Rodríguez teilte am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst Telegram mit, dass Saabs Ressort von Handelsminister Luis Antonio Villegas mit übernommen werde.

Textgröße ändern:

"Ich danke dem Kameraden Álex Saab für seine Arbeit im Dienste des Vaterlandes", schrieb Rodríguez. Der bisherige Minister werde nun "neue Verantwortlichkeiten" übernehmen.

Der Unternehmer Saab war 2023 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs mit den Vereinigten Staaten aus einem US-Gefängnis freigekommen. Im Oktober 2024 ernannte der damalige Präsident Maduro ihn zum Industrieminister.

Der gebürtige Kolumbianer Saab hatte in den letzten Jahren der Präsidentschaft von Maduros Amtsvorgänger Hugo Chávez, der bis 2013 in Venezuela herrschte, immer engere Beziehungen zur venezolanischen Führung geknüpft. Für die Regierung Maduro baute er ein riesiges Import-Netz auf. Er wurde mit dem Regierungsprogramm CLAP betraut, durch das Lebensmittel-Importe in das mit US-Sanktionen belegte Land gelangten und gegen das immer wieder Korruptionsvorwürfe erhoben wurden.

Die US-Behörden legten Saab Geldwäsche von illegal eingestrichenen Geldern aus Venezuela zur Last gelegt. Deswegen wurde er 2020 auf den Kapverden festgenommen und 2021 an die USA ausgeliefert. Die venezolanische Regierung verteidigte Saab jedoch als "Helden", der die Venezolaner mit Lebensmitteln versorgt habe.

Die USA hatten Anfang Januar einen Militärangriff gegen Venezuela ausgeführt und Präsident Maduro und dessen Frau Cilia Flores gefangen genommen. Dem linksgerichteten langjährigen Staatschef soll in den USA wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden. Maduros frühere Stellvertreterin Rodríguez, die seither die Regierungsgeschäfte leitet, hat in den vergangenen Tagen bereits mehrere Minister ausgetauscht.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Bericht: Merz reist vom 24. bis zum 27. Februar nach China

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) absolviert laut einem Zeitungsbericht Ende Februar seinen ersten China-Besuch seit seinem Amtsantritt. Auf seiner Reise vom 24. bis zum 27. Februar werde der Kanzler von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation nach Peking begleitet, berichtete die "Augsburger Allgemeine" am Samstag unter Berufung auf ihr vorliegende Einladungen an Vorstandschefs von Unternehmen. Zu den genauen Terminen und Gesprächspartnern des Kanzlers gebe es noch keine Angaben.

Träger von Internationalem Karlspreis 2026 wird bekanntgegeben

In Aachen wird am Samstag (13.00 Uhr) der Träger oder die Trägerin des diesjährigen Internationalen Karlspreises bekanntgegeben. Die Entscheidung des Direktoriums des Karlspreises wird von dessen Vorsitzendem, dem früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, und dem Aachener Oberbürgermeister Michael Ziemons (beide CDU) verkündet. Die Preisverleihung erfolgt traditionell am Himmelfahrtstag und damit in diesem Jahr am 14. Mai bei einem Festakt im historischen Aachener Rathaus.

Große Proteste in Dänemark und Grönland gegen Besitzansprüche der USA erwartet

In Dänemark und Grönland werden am Samstag große Proteste gegen die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Besitzansprüche auf Grönland erwartet. Tausende Menschen haben in Online-Netzwerken angekündigt, an den von grönländischen Verbänden organisierten Protesten in Kopenhagen, Nuuk und anderen Städten teilzunehmen. In Kopenhagen soll es einen Protestzug unter dem Motto "Hände weg von Grönland" zur US-Botschaft geben. In Grönland stehen die Proteste unter dem Motto "Grönland gehört den Grönländern".

US-Richterin schränkt Maßnahmen von ICE-Beamten in Minnesota ein

Angesichts der angespannten Lage wegen des Einsatzes der US-Einwanderungspolizei ICE im Bundesstaat Minnesota hat eine Bundesrichterin die Befugnisse der dortigen ICE-Beamten eingeschränkt. Friedliche Protestierende und Autofahrer dürften nicht festgenommen oder mit Pfefferspray vertrieben werden, erklärte Bundesrichterin Katherine Menendez in ihrer am Freitag (Ortszeit) ergangenen 83-seitigen Anordnung. Sie gab dem US-Heimatschutzministerium 72 Stunden Zeit für die Umsetzung.

Textgröße ändern: