The National Times - Opposition: Mindestens zehn Tote bei Präsidentschaftswahl in Uganda

Opposition: Mindestens zehn Tote bei Präsidentschaftswahl in Uganda


Opposition: Mindestens zehn Tote bei Präsidentschaftswahl in Uganda
Opposition: Mindestens zehn Tote bei Präsidentschaftswahl in Uganda / Foto: © AFP

Bei der Präsidentschaftswahl in Uganda sind nach Angaben der Opposition mindestens zehn Menschen getötet worden. Zehn Wahlkampfhelfer der Oppositionspartei National Unity Platform (NUP) seien von Soldaten erschossen worden, sagte der NUP-Abgeordnete Muwanga Kivumbi der Nachrichtenagentur AFP am Freitag am Tag nach der Wahl. Die Soldaten hätten sein Haus gestürmt und die Wahlkampfhelfer in der Garage erschossen.

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Nach Angaben seiner Frau Zahara Nampewo hatten sich sie Wahlkampfhelfer in Kivumbis Garage versteckt und waren von den Soldaten durch die Tür erschossen worden. "Sie sorgten dafür, dass alle Spuren der Toten beseitigt wurden. Hier ist nur noch eine Blutlache", sagte Kivumbi weiter.

Zuvor war Oppositionführer Bobi Wine nach Angaben der NUP unter Hausarrest gestellt worden. Das Militär und die Polizei hätten die Residenz des Herausforderers von Langzeitherrscher Yoweri Museveni "umzingelt und ihn und seine Frau damit praktisch unter Hausarrest gestellt", erklärte die NUP am Donnerstagabend im Onlinedienst X.

Wine stehe "nicht unter Hausarrest, wir sorgen lediglich für seine Sicherheit", sagte dagegen ein Polizeisprecher dem Sender NBS. Die Umgebung von Wines Haus war am Freitagmorgen ruhig, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete. Ein Militärfahrzeug und mehrere Polizisten waren vor dem Haus stationiert.

Der frühere Popstar Bobi Wine heißt mit bürgerlichem Namen Kyagulanyi Ssentamu Robert. Er ist vor allem bei jungen Menschen in dem ostafrikanischen Land beliebt. Der seit 1986 regierenden Museveni wurde im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen von der Opposition scharf kritisiert.

Nach Auszählung von etwa 60 Prozent der Stimmen gab die Wahlkommission am Freitag bekannt, dass Museveni gut 75 Prozent der Stimmen erhalten habe, Wine dagegen nur knapp 21 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse werden am Samstag erwartet.

Die Wahlen am Donnerstag waren von massiven technischen Problemen überschattet worden. In vielen Wahllokalen startete der Urnengang mit mehrstündiger Verspätung. Die Opposition beschuldigte die Regierung der Wahlfälschung. Grund für die Verzögerungen waren nicht funktionierende biometrische Geräte zur Feststellung der Identität der Wähler sowie nicht gelieferte Wahlurnen. Einige Wahllokale führten die Probleme auch auf eine von der Regierung am Dienstag verhängte Internetsperre zurück.

Uganda wird seit Jahrzehnten vom Langzeitherrscher Museveni regiert. Der 81-Jährige kontrolliert die Staats- und Sicherheitsorgane und unterdrückt die Opposition.

F.Morgan--TNT

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