The National Times - Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping

Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping


Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping
Opferbeauftragte will bessere Unterstützung von Betroffenen von DDR-Staatsdoping / Foto: © AFP

Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, hat eine bessere Unterstützung der Opfer des DDR-Staatsdopingsystems gefordert. Deren aktuelle Lage sei "dramatisch", erklärte Zupke am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung eines Sonderberichts. Das DDR-Sportsystem habe nicht nur Medaillen und Weltmeister hervorgebracht. Es sei "ebenso verantwortlich für tausende Menschen, die bis heute an den gravierenden körperlichen und seelischen Folgen des Zwangsdopings leiden".

Textgröße ändern:

Hier müssten "dringend geeignete Instrumente zur dauerhaften Unterstützung" geschaffen werden, forderte Zupke. Die Opferbeauftragte schlug entweder die Erweiterung bestehender Gesetze oder eine neue, auf die Dopingopfer zugeschnittene, gesetzliche Regelung vor. "Wichtig ist vor allem eine zeitnahe und praktikable Lösung im Sinne der Betroffenen."

Der Bundestags hatte den Sonderbericht Zupkes angefordert. Dieser beleuchtet unter anderem, wie die Opfer des DDR-Zwangsdopings besser unterstützt werden können. Laut Bericht führte das SED-Regime 1974 ein staatlich organisiertes und flächendeckendes Dopingprogramm ein.

Zwischen 1974 und 1989 seien dabei nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in mindestens zwölf Sportarten schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Athletinnen und Athleten gedopt worden, vorzugsweise mit anabolen Steroiden. Dies sei zumeist ohne ihr Wissen oder ausreichende Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen geschehen. Betroffen waren demnach nicht nur Erwachsene, sondern vor allem minderjährige Sportlerinnen und Sportler.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Neuer Wehrdienst: Bundeswehr versendet erste Fragebögen

Die Bundeswehr hat die ersten 5000 Briefe zum neuen Wehrdienst versandt. Sie gingen an junge Menschen des Jahrgangs 2008, die Anfang Januar volljährig geworden sind, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte. Schrittweise sollen nun wöchentlich rund 12.500 Briefe versandt werden. Diese enthalten einen QR-Code, der zu einem Onlinefragebogen führt.

Gewalt gegen Demonstranten: USA verhängen Sanktionen gegen iranische Verantwortliche

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen Verantwortliche für die Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran verkündet. Die Strafmaßnahmen richteten sich unter anderem gegen den Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, sowie weitere Vertreter der Sicherheitsbehörden, die das gewaltsame Vorgehen gegen die Proteste organisiert hätten, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag.

Neues Gesetz: Bundeswehr soll schneller beschaffen können

Angesichts der wachsenden sicherheitspolitischen Bedrohungen soll die Bundeswehr künftig schneller und unkomplizierter Beschaffungen vornehmen können. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag mit den Stimmen von Koalition und AfD ein Gesetz, das die Verfahren zu Genehmigung und Beschaffung deutlich beschleunigen soll. Der notwendige Fähigkeitszuwachs der Truppe dürfe nicht an zu komplexen Verfahren scheitern, heißt es im Gesetzentwurf. Ziel sei es, die "angestrebte vollumfängliche Verteidigungsbereitschaft" zu erreichen.

Schleswig-Holstein setzt Abschiebungen in Iran aus

Das Bundesland Schleswig-Holstein hat am Donnerstag Abschiebungen in den Iran wegen des brutalen Vorgehens der iranischen Sicherheitskräfte gegen Protestierende ausgesetzt. Integrationsministerin Aminata Touré (Grüne) ordnete einen sofortigen, dreimonatigen Abschiebestopp an, wie das Sozialministerium in Kiel mitteilte. Die Ausländerbehörden seien entsprechend informiert worden.

Textgröße ändern: