The National Times - Verbändebündnis legt Analyse vor: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen

Verbändebündnis legt Analyse vor: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen


Verbändebündnis legt Analyse vor: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen
Verbändebündnis legt Analyse vor: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland fehlen einer Analyse derzeit rund 1,4 Millionen Wohnungen. Das geht aus dem sogenannten Sozialen Wohn-Monitor 2026 hervor, den das Pestel-Institut und das Verbändebündnis Soziales Wohnen am Donnerstag in Berlin veröffentlichten. Der Mangel betrifft demnach "fast ausschließlich" günstigere Wohnungen sowie Sozialwohnungen. Vor allem jüngere Menschen sowie Ältere treffe die Entwicklung besonders hart, hieß es.

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Der Untersuchung zufolge gleicht der Wohnungsneubau den Bedarf nicht annähernd aus. "Um das Wohnungsdefizit bis 2030 abzubauen, müssten gut 400.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden", erklärte Studienleiter Matthias Günther. Nach Angaben des Bündnisses zeichnet sich jedoch ab, dass es in den nächsten Jahren nur etwa 200.000 neue Wohnungen pro Jahr sein werden.

In dem Bündnis haben sich unter anderem der Deutsche Mieterbund, die Gewerkschaft BAU und Organisationen der Braubranche zusammengetan. Der Zusammenschluss forderte unter anderem, die Zahl der Sozialwohnungen von derzeit rund eine Million auf zwei Millionen zu verdoppeln. Außerdem sprach sich das Bündnis für eine gezielte Förderung des Wohnungsneubaus in Städten und Regionen mit Universitäten und Ausbildungszentren sowie steuerliche Anreize für Firmen aus, die Wohnungen für Auszubildende bauten. Junge Menschen in Ausbildung und Studium sowie Berufsstarter gehörten zu den größten Verlierern auf dem aktuellen Wohnungsmarkt.

Zunehmend betroffen sind dem Bündnis zufolge aber auch Menschen aus den geburtenstarken sogenannten Babyboomer-Jahrgängen. Viele schieden in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben aus, hätten aber nur kleine Renten zu erwarten. Oftmals könnten sie sich ihre bisherige Wohnung dann nicht mehr leisten. Günther sprach von "erzwungenen Umzügen durch Altersarmut" und einer "Stadtvertreibung Älterer durch Wohnungsnot".

F.Lim--TNT

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