The National Times - Iranische Filmemacher Panahi und Rasoulof prangern "unverhohlene Repression" im Iran an

Iranische Filmemacher Panahi und Rasoulof prangern "unverhohlene Repression" im Iran an


Iranische Filmemacher Panahi und Rasoulof prangern "unverhohlene Repression" im Iran an
Iranische Filmemacher Panahi und Rasoulof prangern "unverhohlene Repression" im Iran an / Foto: © AFP

Die iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof haben ihre "große Besorgnis" angesichts der "unverhohlenen Repression" gegen die Protestbewegung im Iran zum Ausdruck gebracht. "Das iranische Regime hat die Mittel zur Kommunikation im Landesinneren" unterbrochen und "alle Kontaktmöglichkeiten mit der Welt außerhalb blockiert", schrieben die beiden international erfolgreichen Regisseure in einer gemeinsamen Erklärung, die am Samstag auf Panahis Seite im Onlinedienst Instagram veröffentlicht wurde.

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"Der Rückgriff auf solche Mittel hat zum Ziel, die eingesetzte Gewalt bei der Unterdrückung der Demonstrationen zu verschleiern", erklärten die beiden Filmemacher. Sie riefen die internationale Gemeinschaft auf, "Kommunikationsmittel einzurichten, um zu überwachen, was in dem Land passiert".

Die iranischen Behörden haben das Internet in dem Land angesichts der landesweiten, massiven Proteste komplett blockiert. Aus dem Iran dringen seither nur noch wenige Informationen oder Bilder über die Proteste nach draußen. Am Samstagmorgen (Ortszeit) war die Internetsperre bereits seit rund 36 Stunden in Kraft.

Panahi hatte für seinen Film "Ein einfacher Unfall", in dem es um das Leben von einstigen politischen Gefangenen im Iran geht, die zufällig ihrem mutmaßlichen Folterer begegnen, im vergangenen Jahr in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Für die Oscar-Verleihung 2026 wurde der Film als französischer Beitrag für die Kategorie bester internationaler Film eingereicht.

Panahis eigene Erfahrungen im Gefängnis waren der Ausgangspunkt für den heimlich im Iran gedrehten Film, mit dem er erneut deutliche Kritik an der Führung in Teheran übt. Zuvor war er bereits auch mit dem Goldenen Bären in Berlin und dem Goldenen Löwen in Venedig ausgezeichnet worden.

Rasoulof wiederum war mit seinem Film "Die Saat des heiligen Feigenbaums" von Deutschland im vergangenen Jahr für den Oscar für den besten internationalen Film nominiert. "Die Saat des heiligen Feigenbaums" spielt vor dem Hintergrund der Massenproteste, die der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini nach einem Polizeigewahrsam im September 2022 im Iran ausgelöst hatte. Der Film wurde in Abwesenheit von Rasoulof heimlich im Iran gedreht. Er und drei Schauspielerinnen in dem Film flüchteten aus dem Iran nach Deutschland.

F.Hughes--TNT

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