The National Times - Iran: Regierungsgegner strömen zu Großkundgebung in Teheran

Iran: Regierungsgegner strömen zu Großkundgebung in Teheran


Iran: Regierungsgegner strömen zu Großkundgebung in Teheran
Iran: Regierungsgegner strömen zu Großkundgebung in Teheran / Foto: © UGC/AFP

Nach tagelangen Protesten im Iran sind am Donnerstagabend zahlreiche Menschen zu einer großen Kundgebung auf einer Hauptverkehrsstraße in Teheran geströmt. Auf von der Nachrichtenagentur AFP verifizierten und in Onlinenetzwerken verbreiteten Aufnahmen waren Menschenmassen und hupende Fahrzeuge auf dem weitläufigen Ajatollah-Kaschani-Boulevard der iranischen Hauptstadt zu sehen. Auch aus weiteren iranischen Städten, darunter Täbris im Norden des Landes und dem religiösen Zentrum Maschhad, übertrugen persischsprachige Exilsender Aufnahmen erheblicher Proteste.

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Die Proteste im Iran dauern seit mittlerweile zwölf Tagen an. Sie hatten sich am Zorn über die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Seit Beginn der Protestwelle am 28. Dezember gab es Versammlungen in mindestens 50 Ortschaften und Städten vor allem im Westen des Landes.

Die in London ansässige Organisation NetBlocks teilte am Donnerstag mit, die iranischen Behörden hätten das Internet gesperrt, das Land befinde sich inzwischen in einem "fast vollständigen landesweiten Internet-Blackout". Der in der iranischen Exil-Opposition aktive Sohn des 1979 gestürzten Schahs Mohammed Reza Pahlavi hatte zuvor gesagt, die Führung in Teheran sei "zutiefst verängstigt" und werde das Internet kappen. Er hatte für Donnerstagabend zu weiteren Protesten aufgerufen.

US-Präsident Donald Trump wiederholte angesichts der Protestwelle seine bereits zuvor geäußerten Drohungen gegen die Führung in Teheran. "Ich habe ihnen klargemacht, dass wir hart durchgreifen werden, wenn sie anfangen, Menschen zu töten, was sie bei ihren Unruhen - und sie haben viele Unruhen - häufig tun", sagte Trump in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt.

Seit Beginn der Proteste wurden nach jüngsten Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen mindestens 45 Demonstranten getötet, darunter acht Minderjährige. Iranische Behörden und Medien meldeten bislang 21 Tote, darunter auch Sicherheitskräfte.

M.Wilson--TNT

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