Grönland-Karte in US-Farben: Frau von Trump-Berater sorgt für Irritationen in Dänemark
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat die Frau eines der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump mit einem provokanten Online-Post zu Grönland für Irritationen in Dänemark gesorgt. Der Beitrag von Katie Miller, der Ehefrau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, im Onlinedienst X, der eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge zeigte, rief am Sonntag die dänische Regierung auf den Plan. Über dem Bild stand in Großbuchstaben "Bald".
Sein Land verlange "die uneingeschränkte Achtung der territorialen Integrität" Dänemarks, kommentierte der dänische Botschafter in den USA, Jesper Möller Sörensen, am Sonntag Millers X-Beitrag. Dänemark und die USA seien "enge Verbündete und müssen als solche weiterhin zusammenarbeiten".
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Übernahme Grönlands durch die USA gedroht und dabei auch die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung eines Sondergesandten für Grönland auf der Insel selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung.
Am Samstag hatten US-Elitesoldaten den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores bei einem Blitzeinsatz in Venezuela gefangengenommen. Maduro wurde in New York inhaftiert und soll dort wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" vor Gericht gestellt werden.
Hinsichtlich der von ihm angestrebten Übernahme Grönlands argumentiert Trump mit den Sicherheitsinteressen der USA und verweist auf die angebliche Präsenz Moskaus und Pekings rund um die geostrategisch günstig gelegene Insel. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom.
Die größte Insel der Welt liegt im Nordatlantik und Arktischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa. Auch befindet sich die Insel auf direkter Strecke einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Russland und den USA.
Im Boden Grönlands lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands zuletzt deutlich gewachsen.
D.Kelly--TNT