The National Times - AFP-Analyse: Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig

AFP-Analyse: Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig


AFP-Analyse: Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig
AFP-Analyse: Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist jüngsten Daten der ukrainischen Armee zufolge im Dezember leicht zurückgegangen. Russland feuerte im Dezember mindestens 5134 Drohnen auf die Ukraine ab und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag zeigte, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die Zahl der in der Nacht abgefeuerten Raketen ging demnach im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.

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Dieselben Daten zeigten jedoch zugleich, dass die Ukraine im Dezember weniger Raketen und Drohnen zerstört hat als im Vormonat. Demnach wurden 80 Prozent der Luftangriffe abgewehrt gegenüber 82 Prozent im November.

Im gesamten Jahr 2025 feuerte Russland laut der AFP-Auswertung insgesamt 56.550 Geschosse auf das Nachbarland ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1958 Raketen. Die intensivsten Angriffe erfolgten demnach im Juli mit 6495 Drohnen und Raketen. Die wenigsten Angriffe wurden im April mit insgesamt 2601 Drohnen und Raketen gezählt.

Moskau bestreitet, mit seinen Angriffen auf Zivilisten zu zielen. Allerdings feuerte die russische Armee seit dem Ende einer einseitig von Russland verkündeten dreitägigen Waffenruhe am 10. Mai jede Nacht Drohnen auf die Ukraine. Dabei wurden immer wieder die Energieanlagen des Landes beschossen. Infolge dessen waren hunderttausende Haushalte ohne Strom und Heizung.

Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Nach einem Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatresidenz in Florida am Sonntag hatte der vermittelnde Gastgeber von "großen Fortschritten" bei den Verhandlungen gesprochen.

Besonders umstrittene Territorialfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst. Russland hält derzeit etwa ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets besetzt. Bislang ist es Trump nicht gelungen, dem Kreml größere Zugeständnisse abzuringen.

In den vergangenen Tagen gingen die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Angriffe unvermindert weiter: Russland warf der Ukraine vor, die Residenz von Präsident Wladimir Putin angegriffen zu haben. Kiew bestreitet dies. Die EU warf Moskau vor, die Verhandlungen durch derlei "unbegründete Behauptungen" untergraben zu wollen. Sowohl Russland als auch die Ukraine meldeten zudem weitere Angriffe mit Verletzten. Putin sagte in seiner Neujahrsansprache, er glaube an einen Sieg Russlands.

O.Nicholson--TNT

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