The National Times - Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Zentralafrikanischer Republik

Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Zentralafrikanischer Republik


Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Zentralafrikanischer Republik
Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Zentralafrikanischer Republik / Foto: © AFP

In der Zentralafrikanischen Republik sind am Sonntag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten worden. Rund 2,3 Millionen Bürger waren aufgerufen, bis 18.00 Uhr ihre Stimme für den künftigen Staatschef sowie für die Volksvertretungen auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene abzugeben. Favorit bei der Präsidentschaftswahl ist Amtsinhaber Faustin-Archange Touadéra. Der 68-Jährige macht geltend, dass er das Land in seinen bisherigen zwei Amtszeiten nach einem Bürgerkrieg stabilisiert habe.

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Es zeichnete sich ab, dass Touadéra bereits in der ersten Wahlrunde wiedergewählt werden könnte. Seine Wiederwahl 2020 war von Betrugsvorwürfen überschattet gewesen. Kritik erntete er außerdem für die Durchsetzung einer neuen Verfassung im Jahr 2023, die ihm den Verbleib im Amt erlaubt. Ein Teil der Opposition boykottiert die Wahlen und kritisiert sie als Farce.

Der Wahlkampf war weitgehend geordnet abgelaufen. Touadéras wichtigsten Herausforderern Anicet-Georges Dologuélé und Henri-Marie Dondra wurde allerdings untersagt, für ihren Wahlkampf in die Provinz zu fliegen.

In der Hauptstadt Bangui waren die Sicherheitskräfte am Wahltag allgegenwärtig. Außer der Polizei und Soldaten waren auch Söldner der russischen Wagner-Gruppe im Einsatz, die die zentralafrikanische Armee im Kampf gegen verschiedene bewaffnete Rebellengruppen unterstützt.

Die Lage im Land ist allerdings weiterhin instabil, gut zehn Prozent des Staatsgebiets werden nicht von der Regierung kontrolliert. Außerdem leben 71 Prozent der Zentralafrikaner unterhalb der Armutsschwelle, die Arbeitslosenzahlen sind hoch und die Lebenshaltungskosten steigen und bei der Infrastruktur und im Bildungswesen gibt es große Mängel.

Die vorläufigen Wahlergebnisse werden voraussichtlich am 5. Januar veröffentlicht. Nach Angaben der nationalen Wahlbehörde wurden mehr als 1700 nationale und internationale Wahlbeobachter zugelassen, darunter Vertreter der EU und der Afrikanischen Union.

E.Reid--TNT

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