The National Times - UN-Sicherheitsrat kann sich nicht auf Erklärung zu Nordkoreas Raketentests einigen

UN-Sicherheitsrat kann sich nicht auf Erklärung zu Nordkoreas Raketentests einigen


UN-Sicherheitsrat kann sich nicht auf Erklärung zu Nordkoreas Raketentests einigen
UN-Sicherheitsrat kann sich nicht auf Erklärung zu Nordkoreas Raketentests einigen

Der UN-Sicherheitsrat hat sich laut Diplomatenkreisen nicht auf eine gemeinsame Erklärung zu den nordkoreanischen Raketentests einigen können. Der chinesische UN-Botschafter forderte die USA am Freitag anlässlich einer Dringlichkeitssitzung des Rates zu mehr Flexibilität im Umgang mit Nordkorea auf. "Wenn sie einen neuen Durchbruch wollen, sollten sie mehr Aufrichtigkeit und Flexibilität zeigen", sagte der chinesische UN-Botschafter Zhang Jun vor der Sitzung.

Textgröße ändern:

Die USA sollten Nordkorea mit "attraktiveren, praktischeren und flexibleren Ansätzen" entgegenkommen, forderte Zhang. Die USA hatten die Sitzung des Rates anlässlich der jüngsten nordkoreanischen Raketentests beantragt und dem Rat eine gemeinsame Erklärung vorgeschlagen, in der die Tests verurteilt werden. China, Russland sowie weitere Länder weigerten sich laut Diplomaten jedoch, die Erklärung zu unterzeichnen.

China und Russland blockieren bislang alle Maßnahmen des Sicherheitsrats gegenüber Nordkorea. Vergangenes Jahr hatten die beiden Staaten eine Resolution vorgeschlagen, mit der die Sanktionen gegen Pjöngjang aus humanitären Gründen gelockert würden. Der Entwurf wurde wegen mangelnder Unterstützung jedoch nicht zur Abstimmung gestellt. "Zumindest tun wir etwas, um weitere Verbesserungen zu ermöglichen und eine Eskalation der Spannungen zu vermeiden", sagte Zhang.

Die UN-Botschafterin der USA, Linda Thomas-Greenfield, erklärte hingegen nach der Sitzung, die von China und Russland vorgeschlagene Lockerung der Sanktionen würde Nordkorea für sein "schlechtes Verhalten" belohnen. "Millionen Dollar für militärische Tests auszugeben, während das eigene Volk hungert, zeigt, dass sich dieses Land nicht um seine eigene Bevölkerung kümmert", sagte Thomas-Greenfield.

Die Sitzung des Sicherheitsrats am Freitag war bereits die dritte zu Nordkorea binnen eines Monats. Auch bei der vergangenen am 20. Januar hatten sich die Ratsmitglieder nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen können. Die USA und acht weitere Länder riefen Nordkorea am Freitag erneut auf, "seine destabilisierenden Handlungen einzustellen und zum Dialog zurückzukehren".

Hintergrund ist eine Reihe von sieben nordkoreanischen Raketentests seit Beginn des Jahres. Zuletzt hatte Pjöngjang am Sonntag eine Rakete vom Typ Hwasong-12 abgefeuert. Eine solch starke Waffe war seit 2017 nicht mehr abgeschossen worden.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Regierung und Opposition in Venezuela beginnen offiziellen Dialog - ohne Machado

Regierung und Opposition in Venezuela haben offiziell mit einem von den USA vermittelten Dialog begonnen - allerdings ohne Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Bei den Gesprächen solle es um die Stärkung der Demokratie und die Garantie politischer Rechte gehen, hieß es am Donnerstag beim Zusammentreffen beider Seiten. Zudem solle gemeinsam über das weitere Vorgehen nach dem schweren Doppel-Erdbeben gehen, bei dem Ende Juni mehr als 6000 Menschen getötet wurden.

USA wollen bei Visa-Anträgen offenbar Online-Aktivitäten noch stärker überprüfen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will bei der Visa-Vergabe die Überprüfung der Online-Aktivitäten von Antragstellern offenbar ausweiten. Die Überprüfung von Instagram-Konten und ähnlicher Netzwerke solle auf weitere Visa-Kategorien ausgedehnt werden, unter anderem auf ausländische Journalisten, berichtete "The Daily Signal". Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte am Donnerstag auf ihrem X-Konto den entsprechenden Artikel - ohne ihn explizit zu bestätigen.

Röwekamp: Innenministerium muss zentral für Drohnenabwehr zuständig sein

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), eine Zentralisierung der Zuständigkeit für die Drohnen-Abwehr beim Bundesinnenministerium gefordert. Die bisher zu Leipzig vorliegenden Erkenntnisse "bestätigen die Dringlichkeit, auf die Bedrohung ziviler Infrastruktur durch Drohnen schnell neue Antworten zu finden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). "Wir brauchen eine zentrale Zuständigkeit statt einer Vielzahl föderaler Luftsicherheitsbehörden."

Trump unternimmt neuen Vorstoß im Streit um US-Staatsbürgerschaft

Ungeachtet seiner krachenden Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof in der Frage der US-Staatsbürgerschaft hat US-Präsident Donald Trump in dem Streit einen weiteren Vorstoß unternommen. Er unterzeichnete am Donnerstag ein Dekret, mit dem der sogenannte "Geburtstourismus" verhindert werden soll. Seinen Angaben zufolge kommen unzählige ausländische Frauen als Touristinnen "getarnt" bewusst zum Entbinden in die USA, damit ihr Kind die US-Staatsbürgerschaft erhält. Dies werde nun nicht mehr möglich sein.

Textgröße ändern: