The National Times - USA: Selbstmordanschlag von Kabul mit 173 Toten wurde von Einzeltäter ausgeführt

USA: Selbstmordanschlag von Kabul mit 173 Toten wurde von Einzeltäter ausgeführt


USA: Selbstmordanschlag von Kabul mit 173 Toten wurde von Einzeltäter ausgeführt
USA: Selbstmordanschlag von Kabul mit 173 Toten wurde von Einzeltäter ausgeführt

Der verheerende Selbstmordanschlag am Flughafen von Kabul mit mehr als 170 Toten während der internationalen Evakuierungsmission im vergangenen August ist einem Untersuchungsbericht des US-Verteidigungsministeriums zufolge von einem Einzeltäter ausgeführt worden. Es könne ausgeschlossen werden, dass es mehr als einen Selbstmordattentäter gegeben habe, sagte der US-Brigadegeneral Lance Curtis bei der Vorstellung des Berichts am Freitag in Washington. Auch seien bei dem Anschlag keine Schusswaffen zum Einsatz gekommen.

Textgröße ändern:

Bei dem Anschlag am 26. August waren mindestens 160 afghanische Zivilisten und 13 US-Soldaten getötet worden. Zu dem Zeitpunkt hatten am Flughafen der afghanischen Hauptstadt tausende Menschen versucht, an Bord eines der Evakuierungsflugzeuge zu kommen, mit denen die USA und andere westliche Staaten ihre Staatsbürger und Ortskräfte nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban aus Afghanistan in Sicherheit brachten.

Zu dem Anschlag hatte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt, die mit den Taliban verfeindet ist. Curtis räumte am Freitag ein, dass die US-Armee zunächst von einem "komplexen" Anschlag ausgegangen sei, bei dem es neben dem mit Sprengstoff ausgerüsteten Selbstmordattentäter auch einen Schützen gegeben habe. Die Untersuchung des Pentagon habe aber ergeben, dass keines der Todesopfer Schusswunden erlitten habe.

Bei dem Anschlag waren auch zahlreiche Menschen verletzt worden, darunter 45 US-Soldaten. Nach Angaben des IS handelte es sich bei dem Attentäter um Abdul Rahman Al-Logari, der nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul am 15. August von deren Kämpfern aus einem Gefängnis der Vorgängerregierung befreit worden war.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" gibt Schließung bekannt

Die unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt nach eigenen Angaben angesichts des Drucks der russischen Behörden ihre Arbeit ein. "Die 'Nowaja Gaseta' hört auf zu existieren", sagte Chefredakteur Sergej Sokolow in einer am Freitag auf der Onlineplattform YouTube veröffentlichten Videobotschaft. "Die russischen Behörden, die russischen Geheimdienste haben die Redaktion dazu gezwungen, ihre Arbeit einzustellen."

Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Besuch der Demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea die Hoffnung auf eine friedliche Wiedervereinigung Koreas geäußert. Er sei dankbar, "dass wir eine solche Teilung in Deutschland seit 36 Jahren nicht mehr erleben müssen", sagte Merz am Freitag bei einer Rede an der DMZ laut Redetext. "Wollen wir hoffen, dass auch Korea eines Tages die Chance bekommt, seine staatliche Einheit zurückzugewinnen", fügte er hinzu.

SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren

In der SPD wächst der Druck auf den Berliner Landesverband, keine Koalition unter Führung der Linkspartei einzugehen. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, sagte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin", "ich würde es nicht tun". Möller bezog sich dabei auch auf die "Spiegel"-Berichterstattung, wonach die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp Angst vor Berliner Hamas-Sympathisanten mit Verbindung zur Linken hat.

Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland gedrängt. "Das Prinzip des Win-Win, das unsere Wirtschaftsbeziehungen ausgezeichnet hat", sagte Steinmeier am Freitag in Peking, "das wollen wir wahren". Der Bundespräsident betonte außerdem die "dichten, hochdynamischen" Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern - gerade diese "müssen wir natürlich immer wieder überprüfen und immer wieder anfassen".

Textgröße ändern: