The National Times - Anklage gegen Ärztin in Baden-Württemberg wegen unrechtmäßiger Maskenatteste

Anklage gegen Ärztin in Baden-Württemberg wegen unrechtmäßiger Maskenatteste


Anklage gegen Ärztin in Baden-Württemberg wegen unrechtmäßiger Maskenatteste
Anklage gegen Ärztin in Baden-Württemberg wegen unrechtmäßiger Maskenatteste

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen eine Ärztin Anklage wegen unrechtmäßig ausgestellter Maskenatteste erhoben. Die Medizinerin aus Weinheim soll in 4374 Fällen Atteste erteilt haben, die vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien, ohne die Patienten zu untersuchen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Einer Angestellten der Ärztin wird Beihilfe zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Die Ärztin soll laut Anklage im Frühjahr 2020 den Entschluss gefasst haben, all jenen, die von der pandemiebedingten Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit werden wollten, ein entsprechendes Attest zu geben. Darin wurden ihnen jeweils bescheinigt, dass das Tragen einer Maske unzumutbar sei.

Eine medizinische Untersuchung der Patienten habe es nicht gegeben. Auch seien der Gesundheitszustand der betreffenden Menschen nicht erfragt oder Angaben nicht überprüft worden.

Für die Atteste soll die Ärztin jeweils fünf bis acht Euro gefordert haben. Insgesamt soll die Medizinerin dadurch zwischen Anfang Mai 2020 und Ende Januar 2021 rund 28.410 Euro kassiert haben.

Die mitangeklagte Praxisangestellte soll bei der Ausstellung und Versendung der Atteste geholfen haben. Das Amtsgericht Weinheim entscheidet nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Justizministerin Hubig will Umgangsrecht bei häuslicher Gewalt einschränken

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will bei Fällen häuslicher Gewalt das Umgangs- und Sorgerecht einschränken. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe und die Sender RTL und ntv unter Berufung auf den entsprechenden Gesetzentwurf berichteten, muss bei Gewalt gegenüber dem Partner oder der Partnerin künftig damit gerechnet werden, dass auch der Umgang mit den Kindern verboten wird.

Pflegereform: CSU geht auf Distanz zu Warken und fordert mehr Bundesmittel

In der Debatte um die Pflegereform geht die CSU auf Distanz zu den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und fordert deutlich höhere Bundesmittel für die gesetzliche Pflegeversicherung. Der Bund schulde der Pflegeversicherung Milliardenbeträge und dürfe sich nicht wie bei den Bürgergeldkosten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus der Verantwortung stehlen, sagte der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek, der "Augsburger Allgemeinen" vom Montag.

Menschenrechtsorganisation: Politischer Gefangener in Venezuela gestorben

In Venezuela ist laut einer Menschenrechtsorganisation ein weiterer politischer Gefangener in Haft gestorben. Der ehemalige Stadtrat José Manuel García Sabino sei am Sonntag in der Stadt Anaco in Polizeigewahrsam tot aufgefunden worden, sagte eine Vertreterin der Organisation Foro Penal der Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde er im Februar wegen Vorwürfen des Betrugs und der Erpressung festgenommen. Nach Angaben von Foro Penal sind seit 2014 in dem südamerikanischen Land 20 politische Gefangene in Haft gestorben.

Iran-Krieg: Trump weist iranische Antwort auf US-Vorschlag als inakzeptabel zurück

Im zähen Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran seine Antwort auf einen Vorschlag der USA übermittelt - US-Präsident Donald Trump wies diese als "vollkommen inakzeptabel" zurück. "Sie gefällt mir nicht", schrieb der 79-Jährige am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Seine ablehnende Reaktion ließ den Ölpreis erneut ansteigen. Großbritannien und Frankreich kündigten indes für Dienstag ein virtuelles Verteidigungsministertreffen zur Lage in der Straße von Hormus an.

Textgröße ändern: