The National Times - Mindestens neun Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in US-Bundesstaat Kentucky

Mindestens neun Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in US-Bundesstaat Kentucky


Mindestens neun Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in US-Bundesstaat Kentucky
Mindestens neun Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in US-Bundesstaat Kentucky / Foto: © Courtesy of X account @LeviDean98/AFP

Beim Absturz eines Frachtflugzeugs im US-Bundesstaat Kentucky sind nach jüngsten Angaben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen, erklärte der örtliche Gouverneur Andy Beshear am Mittwoch im Onlinedienst X. Mindestens elf weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Die Maschine des Logistikunternehmens UPS, die auf dem Weg nach Hawaii war, verunglückte nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA am Dienstagnachmittag (Ortszeit) kurz nach dem Start nahe des internationalen Flughafens Louisville.

Textgröße ändern:

"UPS-Flug 2976 ist gegen 17.15 Uhr Ortszeit abgestürzt", erklärte die FAA. Nach Angaben der Flughafenpolizei kam die verunglückte Maschine fünf Kilometer südlich des Flughafens zum Stehen.

Bei der Maschine handelte es sich den Angaben zufolge um eine McDonnell Douglas MD-11. Nach Angaben von UPS waren drei Besatzungsmitglieder an Bord. Im Gebiet der Absturzstelle stieg eine große schwarze Rauchwolke auf. Nach Angaben von Kentuckys Gouverneur Beshear traf das Flugzeug "ziemlich direkt" eine Anlage zur Wiederaufbereitung von Öl.

Dem Bürgermeister von Louisville, Craig Greenberg, zufolge war das Flugzeug mit einer großen Menge an Treibstoff betankt. Zur Ermittlung der Absturzursache leiteten die FAA und die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB eine Untersuchung ein.

Alle für Dienstagabend geplanten Abflüge am betroffenen Flughafen in Louisville wurden aufgrund des Unfalls annulliert. Am Mittwochmorgen wurde der Flugbetrieb nach Angaben von Bürgermeister Greenberg wieder aufgenommen.

UPS teilte mit, dass der Paketsortierbetrieb an der Anlage des Unternehmens eingestellt worden sei. Louisville ist nach Unternehmensangaben der wichtigste Luftverkehrsknotenpunkt von UPS.

Der Absturz war das schwerste Flugunglück in den USA seit dem Zusammenstoß eines Militärhubschraubers mit einem Linienflugzeug im Landeanflug nahe dem Ronald-Reagan-Flughafen in der Hauptstadt Washington Ende Januar. Damals waren 67 Menschen gestorben.

Das Unglück in Louisville ereignete sich inmitten eines der längsten Shutdowns in der US-Geschichte. Wegen der seit einem Monat anhaltenden Haushaltssperre hatte Verkehrsminister Sean Duffy kurz vor dem Unglück vor möglichen Luftraumsperrungen gewarnt, da Mittel zur Bezahlung der Fluglotsen fehlen.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Unfälle mit E-Scootern: Künftig haften bei Unfällen auch Vermieter

Opfer von Unfällen mit E-Scootern sollen künftig leichter an Schadenersatz kommen. Der Bundesrat stimmte am Freitag für einen Gesetzentwurf, wonach für E-Scooter künftig bei Unfällen die gleichen Haftungsregeln gelten sollen wie für andere Kraftfahrzeuge. Das Gesetz führt eine Haftung für die Vermieter der Roller ein - damit haftet bei selbstverschuldeten Unfällen künftig nicht mehr nur die Fahrerin oder der Fahrer eines E-Scooters.

Selenskyj: Trump gibt Ukraine Erlaubnis für Herstellung von Patriot-Abwehrraketen

Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen in der Ukraine. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber betont, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten.

Bundestag beschließt Polizeireform - im zweiten Anlauf

Im Kampf gegen Schwerkriminelle und Cyberangriffe soll die Bundespolizei eine Reihe neuer Befugnisse bekommen - insbesondere zur Erhebung von Daten und dem Einsatz von Kamera-Drohnen. Im zweiten Anlauf beschloss der Bundestag am Freitag eine entsprechende Reform des Bundespolizeigesetzes. Das Parlament hatte dem Gesetz zwar bereits im Juli zugestimmt; wegen eines Formfehlers wurde das Votum aber für ungültig erklärt und musste nun nachgeholt werden.

Papst Leo XIV. zu Besuch in Frankreich eingetroffen

Unter Glockengeläut der Pariser Kirchen ist Papst Leo XIV. am Freitag zu einem viertägigen Besuch in Frankreich eingetroffen. Der französische Präsident Emmanuel Macron empfing ihn in Begleitung seiner Frau Brigitte Macron mit militärischen Ehren am Flughafen. Eine Gruppe von Kindern sang und schwenkte Fähnchen. Das katholische Kirchenoberhaupt wird am Vormittag im Elysée erwartet, wo der Papst eine Ansprache vor Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft halten will.

Textgröße ändern: