The National Times - Erneut Tote durch russische Angriffe auf Ukraine - Kiew attackiert Schwarzmeerhafen

Erneut Tote durch russische Angriffe auf Ukraine - Kiew attackiert Schwarzmeerhafen


Erneut Tote durch russische Angriffe auf Ukraine - Kiew attackiert Schwarzmeerhafen
Erneut Tote durch russische Angriffe auf Ukraine - Kiew attackiert Schwarzmeerhafen / Foto: © AFP

Bei einer neuen Welle nächtlicher russischer Raketen- und Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben sechs Menschen getötet worden. Es seien fünf Regionen angegriffen worden, darunter Dnipropetrowsk und Odessa, erklärte am Sonntag Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die ukrainische Armee griff ihrerseits den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse mit Drohnen an, dabei wurden laut örtlichen Behörden zwei Schiffe und die Infrastruktur eines Ölterminals beschädigt.

Textgröße ändern:

Laut der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland in der Nacht zum Sonntag 79 Drohnen und zwei ballistische Raketen auf das Land ab. Von ihnen seien 67 Drohnen abgeschossen worden. Nach Angaben lokaler Behörden kamen vier Menschen in der zentral gelegenen Region Dnipropetrowsk ums Leben, darunter zwei Kinder im Alter von elf und 14 Jahren.

Zudem seien zwei Menschen in Odessa im Süden der Ukraine getötet worden, erklärten die ukrainischen Behörden. Mindestens 15 Menschen wurden demnach verletzt. In der südlichen Region Saporischschja waren nach Angaben von Gouverneur Iwan Federow etwa 58.000 Haushalte nach russischen Angriffen von der Stromversorgung abgeschnitten.

In der zurückliegenden Woche griff Russland die Ukraine nach Angaben Selenskyjs mit insgesamt fast 1500 Drohnen, 1170 Luftbomben und über 70 Raketen an. Der Präsident warf Moskau vor, "vorrangig" die Zivilbevölkerung ins Visier zu nehmen. Dies weist Russland zurück.

Zu den ukrainischen Gegenangriffen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Geheimdienstkreisen, dass der Hafen der russischen Schwarzmeerstadt Tuapse von fünf ukrainischen Drohnen getroffen worden sei. Demnach wurde bei dem Angriff auch ein Ölterminal beschädigt, das dem russischen Ölkonzern Rosneft gehört.

Nach Angaben der lokalen Behörden wurden bei dem ukrainischen Drohnenangriff zwei Schiffe und die Infrastruktur eines Ölterminals beschädigt. Der Angriff habe Brände ausgelöst, die von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht wurden.

In Onlinenetzwerken veröffentlichte Bilder sollten verschiedene Brände im Hafen zeigen. AFP konnte die Aufnahmen zunächst nicht verifizieren. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte lediglich, dass in der Nacht 164 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen Russlands zerstört worden seien.

Laut einer AFP-Auswertung von Daten der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland im Oktober 270 Raketen auf die Ukraine ab - und damit mehr als in jedem anderen Monat seit mindestens Anfang 2023. Die Ukraine greift ihrerseits immer wieder russische Öldepots und Raffinerien an und versucht so, die für Moskau wichtigen Energieexporte zu treffen und eine Benzinknappheit in Russland herbeizuführen.

Parallel dazu wird an der Frontlinie weiter heftig gekämpft. Dabei ist die russische Armee zahlenmäßig und ausrüstungstechnisch überlegen, sie erzielt trotz schwerer Verluste in einigen Abschnitten langsam Geländegewinne. In der östlichen Region Donezk, die für den Kreml Priorität hat, erhöhte die russische Armee in den vergangenen Tagen zunehmend den Druck auf Pokrowsk. Am Samstag erklärte die ukrainische Armee, dass eine komplexe Operation unter Beteiligung von Spezialeinheiten im Gange sei, um nach Pokrowsk vorgedrungene russische Soldaten zu vertreiben.

Militärbeobachter vermuten, dass der Ballungsraum rings um Pokrowsk, wo vor Beginn des russischen Einmarsches 2022 rund 100.000 Einwohner lebten, bald eingekesselt werden und letztlich unter russische Kontrolle geraten könnte. Die Truppen Moskaus haben seit 2023 in der Region nach monatelangen, schweren Kämpfen mehrere ukrainische Hochburgen erobert, unter anderem Bachmut und Awdijiwka.

A.Wood--TNT

Empfohlen

Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat sich für die Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken durch den Verfassungsschutz ausgesprochen. Er halte dies "generell für richtig und wichtig, wenn in Parteien extremistische Einstellungen geäußert werden und dies zum Teil auch unwidersprochen geschieht", sagte Schuster in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Er äußerte dabei Zweifel, dass die Berliner Linke ein verlässlicher Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein könne.

Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"

Die russische Regierung hat die EU-Sanktionen gegen die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT Frankreich, Xenia Fedorova, als "rechtswidrig" kritisiert. Bei der Entscheidung, Fedorova auf die EU-Sanktionsliste zu setzen, handele es sich um "die Verfolgung einer Medienvertreterin", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. "Medien werden ganz offen unter Druck gesetzt", fügte er hinzu.

Niedersachsen: AfD wählt Fraktionschef Wichmann zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die AfD ihren Landtagsfraktionschef Klaus Wichmann zum Spitzenkandidaten gekürt. Der 62-Jährige wurde am Freitag auf einem Parteitag in Dötlingen mit knapp 94 Prozent auf Platz eins der Landesliste gewählt, wie die Partei mitteilte. Der studierte Jurist führt die AfD-Fraktion seit Februar 2024.

Unfälle mit E-Scootern: Künftig haften bei Unfällen auch Vermieter

Opfer von Unfällen mit E-Scootern sollen künftig leichter an Schadenersatz kommen. Der Bundesrat stimmte am Freitag für einen Gesetzentwurf, wonach für E-Scooter künftig bei Unfällen die gleichen Haftungsregeln gelten sollen wie für andere Kraftfahrzeuge. Das Gesetz führt eine Haftung für die Vermieter der Roller ein - damit haftet bei selbstverschuldeten Unfällen künftig nicht mehr nur die Fahrerin oder der Fahrer eines E-Scooters.

Textgröße ändern: