The National Times - Bayern fordert Vorbereitung von Gesundheitssystem auf Kriegsfall

Bayern fordert Vorbereitung von Gesundheitssystem auf Kriegsfall


Bayern fordert Vorbereitung von Gesundheitssystem auf Kriegsfall
Bayern fordert Vorbereitung von Gesundheitssystem auf Kriegsfall / Foto: © AFP/Archiv

Bayern fordert eine gemeinsame Strategie von Bund und Ländern zur Vorbereitung des Gesundheitssystems auf den Kriegs- und Krisenfall. "Ich halte dafür einen bundesweiten Gesundheitssicherheits-Gipfel mit allen beteiligten Akteuren für notwendig", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) der "Augsburger Allgemeinen" vom Montag. Derzeit gebe es noch erhebliche Defizite. Dies beträfe sowohl den Schutz von Kliniken vor Sabotage und Cyberattacken als auch deren Fähigkeiten im Krisenfall.

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Gerlach verwies auf eine von der Deutschen Krankenhausgesellschaft vor wenigen Tagen vorgelegte Untersuchung zur sogenannten Krisenresilienz von Krankenhäusern. Demnach müssten Milliardensummen investiert werden, um die Kliniklandschaft angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa auf den Ernstfall vorzubereiten. Allein für Schutzvorkehrungen gegen Sabotage und Cyberangriffen werden 2,7 Milliarden Euro gebraucht.

Zur adäquaten Vorbereitung auf einen Bündnis- und Verteidigungsfall - also einen Angriff auf ein Nato-Mitgliedsstaat oder gar kriegerische Auseinandersetzungen in Deutschland - wären der Analyse zufolge fünf Milliarden Euro bis 15 Milliarden Euro nötig. Der Studie zufolge geht es unter anderem um Kapazitäten zur Versorgung verwundeter Soldaten, geschützte unterirdische Ausweichbauten, den Aufbau von Materiallagern sowie den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen.

"Eine sichere und stabile Gesundheitsversorgung ist das Rückgrat für eine erfolgreiche Gesamtverteidigung", sagte Gerlach der Zeitung. Dies dürfe in den aktuellen Debatten um Sicherheit und Wehrpflicht nicht vergessen werden. "Wir brauchen bundesweit einheitliche Maßnahmen."

H.Davies--TNT

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