The National Times - Prozess wegen sexistischen Cybermobbings von Brigitte Macron beginnt

Prozess wegen sexistischen Cybermobbings von Brigitte Macron beginnt


Prozess wegen sexistischen Cybermobbings von Brigitte Macron beginnt

Der Prozess gegen zehn Beschuldigte wegen sexistischen Cybermobbings von Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hat am Montag vor einem Kriminalgericht in Paris begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf den acht Männern und zwei Frauen vor, sich gegenüber Brigitte Macron mehrfach abfällig über ihr "Geschlecht" und ihre "Sexualität" geäußert und den Altersunterschied zu ihrem Ehemann Emmanuel Macron mit "Pädophilie" gleichgesetzt zu haben. Den Angeklagten drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Textgröße ändern:

Es sei nicht zu erwarten, dass die 72-jährige Brigitte Macron zu dem Prozess erscheinen werde, voraussichtlich werde aber ihre Tochter Tiphaine Auzière am Dienstag aussagen, sagte ihr Anwalt Jean Ennochi der Nachrichtenagentur AFP.

Die Vorwürfe gegen die zehn Angeklagten im Alter zwischen 41 und 60 Jahren stehen im Zusammenhang mit einem seit Jahren kursierenden Gerüchte über eine angebliche Transidentität Brigitte Macrons. Eine der Angeklagten, das selbsternannte Medium Delphine J., die unter dem Pseudonym "Amandine Roy" in der Öffentlichkeit auftritt, war wegen der Verleumdung der Präsidentengattin bereits 2024 schuldig gesprochen, im Juli dieses Jahres jedoch von einem Berufungsgericht freigesprochen worden.

J. und eine andere Frau hatten in einem 2021 auf Youtube veröffentlichten mehrstündigen Video die Lüge verbreitet, Brigitte Macrons Bruder Jean-Michel Trogneux habe sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und sich fortan Brigitte genannt. Sie erklärten, dass sie eine "Staatslüge" aufdecken wollten.

In dem nun verhandelten Fall hatte Brigitte Macron im August 2024 Klage eingereicht. Im Dezember 2024 und Februar 2025 folgten Festnahmen. Unter den Angeklagten befindet sich auch der 41-jährige Publizist Aurélien Poirson-Atlan, der in Onlinediensten unter seinem Pseudonym "Zoé Sagan" bekannt ist. Der Angeklagte Bertrand S. prangerte einen Tag vor Prozessbeginn ein angebliches Gerichtsverfahren gegen die "Gedankenfreiheit" an.

Die Falschinformation über Brigitte Macron wurde seit 2017 immer wieder in Onlinediensten verbreitet, insbesondere vor Wahlen. Sie wurde in erster Linie von regierungsfeindlichen Kreisen gestreut.

Ähnliche Behauptungen waren auch über die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris und die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verbreitet worden. Über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron war mehrfach das Gerücht verbreitet worden, er sei homosexuell.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Pistorius würdigt in Ungarn "Neustart" in den bilateralen Beziehungen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bei einem Besuch in Ungarn den "Neustart" in den Beziehungen zwischen Berlin und Budapest gewürdigt. "Die Zusammenarbeit wird täglich enger", sagte Pistorius am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ungarischen Kollegen Romulusz Ruszin-Szendi in Budapest. "Berlin und Budapest wachsen politisch wieder enger zusammen."

Scharfe Kritik an Stopp von Stolpersteinen in sächsischem Heidenau

Der Stopp von Stolpersteinen im sächsischen Heidenau stößt auf Kritik und entsetzte Reaktionen. Israels Botschafter Ron Prosor erklärte am Freitag: "Ich bin beschämt". Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach von einem "Skandal".

Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt

Die Bundesregierung untergräbt laut der Friedensorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. "Statt auf eine Eindämmung des Vernichtungsrisikos zu setzen, beteiligt sich die Bundesregierung an nuklearer Eskalation durch die Modernisierung ihrer Atombomber und Bestrebungen hin zu einer Teilhabe an der französischen Atombombe", erklärte der IPPNW-Vorsitzende Lars Pohlmeier am Freitag anlässlich des internationalen Tags für die Abschaffung der Atomwaffen am Samstag.

Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland

Mehr als hunderttausend Studierende warten derzeit in Deutschland auf Wohnheimplätze. Wie das Deutsche Studierendenwerk (DSW) am Freitag in Berlin mitteilte, waren Mitte September allein in München und Aachen noch jeweils mehr als zehntausend Wartende zu verzeichnen. Grund für die extrem langen Wartelisten für die Wohnheimplätze der Studierendenwerke sei der hohe Kostendruck bei den Mieten, erklärte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl.

Textgröße ändern: