The National Times - Unionsfraktion dringt auf konkrete Entscheidungen bei Koalitionsausschuss

Unionsfraktion dringt auf konkrete Entscheidungen bei Koalitionsausschuss


Unionsfraktion dringt auf konkrete Entscheidungen bei Koalitionsausschuss
Unionsfraktion dringt auf konkrete Entscheidungen bei Koalitionsausschuss / Foto: © AFP/Archiv

Die Unionsfraktion dringt auf konkrete Entscheidungen bei dem für Mittwoch angesetzten Koalitionsausschuss im Kanzleramt. "Ich wünsche mir einen Koalitionsausschuss der Ergebnisse", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin. "Dann können wir den Bürgern zeigen, dass diese Koalition weiterhin handlungsfähig und handlungswillig ist."

Textgröße ändern:

Auch Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) sagte: "Es sollten Entscheidungen getroffen werden." In den vergangenen Wochen habe es viele Diskussionen gegeben, nun müsse es auf Chefebene um die Umsetzung im Koalitionsausschuss gehen.

Als mögliche Themen für den Koalitionsausschuss nannten die Unionspolitiker die geplante Reform des Bürgergelds, die Frage der Zukunft des Verbrenner-Autos und die Finanzierung des Neubaus von Straßen. Der Streit um das Wehrdienstgesetz aus dem Bundesverteidigungsministerium soll im Koalitionsausschuss hingegen keine größere Rolle spielen: Hier arbeiten Fachpolitiker aus Union und SPD im Bundestag an einer Lösung.

Bei der von Union und SPD anvisierten Reform des Bürgergelds gebe es "verschiedene Punkte, die müssen noch aus dem Weg geräumt werden", sagte Hoffmann. Dafür sei der Koalitionsausschuss mit den Parteivorsitzenden das richtige Gremium.

Zu den offenen Fragen zählt laut Hoffmann, wie so genannte Totalverweigerer sanktioniert werden, die angebotene Arbeit konsequent ablehnen. Die Union wolle in solchen Fällen die komplette Streichung der Leistungen erreichen, sagte der CSU-Politiker: "So jemand kann doch nicht die ernsthafte Erwartung haben, dass er weiter vom Sozialstaat finanziert wird."

Bilger und Hoffmann äußerten zudem die Hoffnung, dass sich Union und SPD im Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Haltung zur Stärkung der Auto-Industrie einigen - gerade auch mit Blick auf den für Donnerstag geplanten Auto-Gipfel im Kanzleramt. "Für die Signalwirkung wäre es wichtig, wenn die Koalition mit einer gemeinsamen Position in diesen Autogipfel geht", sagte Hoffmann. Auch Bilger mahnte "Entscheidungen im Koalitionsausschuss" zum Thema Automobilindustrie an.

Die Koalition debattiert derzeit über eine mögliche Abkehr vom Verbot neuer Verbrenner-Fahrzeuge ab 2035. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Verbot nicht aufrecht erhalten, die SPD hält aber daran fest.

Die Spitzen der Koalition treffen sich am Mittwoch ab 17.00 Uhr im Bundeskanzleramt, um über offene Fragen zu beraten. In der Koalition wurde angesichts der Vielzahl der anstehenden Themen mit einer langen Sitzung gerechnet.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Bericht: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab - erneute Huthi-Angriffe

Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Papst Leo XIV. feiert am Samstag riesige Messe in Paris

Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs will Papst Leo XIV. am Samstag eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris feiern (15.00 Uhr). Die erwarteten 600.000 Teilnehmer werden sich von dem Platz über die gesamte Länge des Prachtboulevards Champs-Elysées und über den Triumphbogen hinaus verteilen. Dort wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut ist, nimmt üblicherweise der französische Präsident die Militärparade am Nationalfeiertag ab.

Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte in New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält am Samstag eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und war deshalb nicht nach New York gereist.

Textgröße ändern: