The National Times - Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel und Ägypten

Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel und Ägypten


Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel und Ägypten
Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel und Ägypten / Foto: © QATARI MINISTRY OF FOREIGN AFFAIRS/AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag zu Gesprächen über den Friedensplan für den Gazastreifen nach Israel und Ägypten. Wadephul verlängert seine am Sonntagmorgen gestartete Reise in die Region und wird von Kuwait aus nach Israel fliegen, wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß. In Tel Aviv wird er mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar über den von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Plan für ein Ende des Gaza-Kriegs sprechen.

Textgröße ändern:

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Caren Miosga", Wadephul werde auch nach Ägypten reisen. "Jo Wadephul ist zur Zeit in der Region, wird morgen auch in Ägypten dabei sein", sagte Merz. "Ich stehe mit ihm im engsten Kontakt, wir tun alles aus der deutschen Sicht, um es jetzt wirklich zu einem Frieden im Mittleren Osten kommen zu lassen." Erste Station von Wadephuls Nahost-Reise war am Sonntag Katar.

Fast zwei Jahre nach ihrem brutalen Großangriff auf Israel hatte die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas am Freitag Trumps 20-Punkte-Plan für ein Ende des Gaza-Kriegs teilweise zugestimmt und dabei insbesondere eine Freilassung der israelischen Geiseln in ihrer Gewalt zugesagt. Am Montag sollen in Ägypten indirekte Gespräche zwischen Israel und der Hamas beginnen.

Der israelische Außenminister Saar äußerte am Sonntag Hoffnungen auf eine baldige Einigung mit der Hamas für eine Freilassung der Geiseln. "Ich hoffe, dass wir nah dran sind", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wir sind entschlossen, so schnell wie möglich ein Abkommen zu erreichen, um unsere Geiseln wieder nach Hause zu bringen. Das würde natürlich auch einen Waffenstillstand bedeuten."

Zugleich warnte der Außenminister vor Naivität im Umgang mit der islamistischen Palästinenserorganisation. "Wenn man es mit der Hamas zu tun hat, können Dinge, die einfach aussehen, sehr kompliziert sein", sagte er zu "Bild". "Nein, ich vertraue der Hamas nicht."

Er vertraue aber auf Trump, der die Hamas wiederholt unter Druck gesetzt hatte. "Ich glaube nicht, dass Präsident Trump dafür viel Geduld haben wird", sagte Saar. "Er hat sich sehr klar ausgedrückt, und ich muss dem nichts hinzufügen."

Trump hatte in einem Austausch von Nachrichten mit dem Sender CNN am Sonntag die Hamas erneut gewarnt. Falls sich die Hamas weigere, die Macht im Gazastreifen abzugeben, würde das ihre "vollständige Vernichtung" bedeuten, betonte Trump.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Bericht: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab - erneute Huthi-Angriffe

Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Papst Leo XIV. feiert am Samstag riesige Messe in Paris

Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs will Papst Leo XIV. am Samstag eine riesige Messe auf der Place de la Concorde in Paris feiern (15.00 Uhr). Die erwarteten 600.000 Teilnehmer werden sich von dem Platz über die gesamte Länge des Prachtboulevards Champs-Elysées und über den Triumphbogen hinaus verteilen. Dort wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut ist, nimmt üblicherweise der französische Präsident die Militärparade am Nationalfeiertag ab.

Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte in New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält am Samstag eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und war deshalb nicht nach New York gereist.

Textgröße ändern: