The National Times - Kampf gegen Bandengewalt: UN-Sicherheitsrat gibt grünes Licht für neue Truppe in Haiti

Kampf gegen Bandengewalt: UN-Sicherheitsrat gibt grünes Licht für neue Truppe in Haiti


Kampf gegen Bandengewalt: UN-Sicherheitsrat gibt grünes Licht für neue Truppe in Haiti
Kampf gegen Bandengewalt: UN-Sicherheitsrat gibt grünes Licht für neue Truppe in Haiti / Foto: © AFP/Archiv

Um die Bandengewalt im Krisenstaat Haiti einzudämmen, hat der UN-Sicherheitsrat grünes Licht für die Umwandlung einer multinationalen Eingreiftruppe in eine größere und besser ausgestattete Mission gegeben. Die am Dienstag in New York mit zwölf Ja-Stimmen und drei Enthaltungen verabschiedete Resolution sieht den "Übergang" der Sondermission MSS in eine "Banden-Bekämpfungstruppe" für eine anfängliche Dauer von einem Jahr vor. Russland, China und Pakistan enthielten sich der Stimme.

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Die neue Truppe hat eine Mandatsobergrenze von 5500 Polizisten und Soldaten. Sie ist damit fünfmal so groß wie ihre Vorgängerin MSS, die von Kenia geleitet wurde und aus rund 1000 Polizisten bestand, die meisten von ihnen aus Kenia.

Die neue Mission geht auf eine Initiative der USA und Panamas zurück. Die neue Truppe wird zudem durch die Einrichtung eines "UN-Unterstützungsbüros" begleitet, das die notwendige logistische und administrative Hilfe für die neue Truppe vor Ort bereitstellt.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und Mitinitiator der Resolution, Mike Waltz, begrüßte das Abstimmungsergebnis. Damit teile sich die internationale Gemeinschaft "die Last", sagte er mit Blick auf die angesichts der grassierenden Bandengewalt überforderten haitianischen Sicherheitskräfte.

Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. In dem seit Jahrzehnten politisch instabilen Karibikstaat hat sich die Bandenkriminalität in den vergangenen Jahren verstärkt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) befanden sich Ende 2024 über eine Million Menschen in Haiti auf der Flucht. Allein in der Hauptstadt Port-au-Prince wurden demnach fast 90 Prozent der Bevölkerung vertrieben.

S.Mitchell--TNT

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