The National Times - Wadephul: Müssen trotz Russlands "hybrider Aggression" kühlen Kopf bewahren

Wadephul: Müssen trotz Russlands "hybrider Aggression" kühlen Kopf bewahren


Wadephul: Müssen trotz Russlands "hybrider Aggression" kühlen Kopf bewahren
Wadephul: Müssen trotz Russlands "hybrider Aggression" kühlen Kopf bewahren / Foto: © AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die jüngsten Verletzungen des Luftraums mehrerer EU-Länder als gefährliche russische Provokationen bezeichnet und eine besonnene Reaktion darauf gefordert. "Russlands wiederholte Verletzungen des Nato-Luftraums in Polen, Estland und anderswo sind keine Irrtümer, sondern bewusste Angriffe im Graubereich", erklärte Wadephul vor seiner Abreise zu einem Treffen des Weimarer Dreiecks am Montag in Warschau.

Textgröße ändern:

"Sie sind Teil Putins hybrider Aggression", fügte der Minister mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin hinzu. "Solche Provokationen sind brandgefährlich und haben nur ein Ziel: unsere Entschlossenheit zu testen." Die Nato müsse darauf besonnen reagieren. "Wir stehen zusammen, wir behalten kühlen Kopf und lassen uns nicht in eine Eskalation treiben", erklärte Wadephul. "Gleichzeitig lassen wir keinerlei Zweifel, dass wir entschlossen und bereit sind, gemeinsam jede Bedrohung abzuwehren."

Der CDU-Politiker will am Montag in Warschau mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot und dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski über die europäische Sicherheit und die weitere Unterstützung der Ukraine beraten.

Später soll auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zu der Gesprächsrunde dazustoßen. Anschließend ist ab 13.10 Uhr eine gemeinsame Podiumsdiskussion auf dem Warschauer Sicherheitsforum geplant, an dem am Vormittag auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) teilnimmt. Schließlich ist am Nachmittag ein Treffen Wadephuls mit Sikorski angesetzt. Dabei soll es insbesondere um die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit gehen.

Wadephul erklärte vor seiner Abreise nach Warschau, Polen sei "ein enger Partner und Freund, mit dem wir Schulter an Schulter Europas Freiheit verteidigen". In den vergangenen Wochen habe sich nochmals gezeigt, "wie sehr unsere Sicherheit miteinander verflochten ist: Was Polen bedroht, bedroht auch uns. Was Polen schützt, schützt auch uns".

L.Graham--TNT

Empfohlen

Rotes Telefon für KI: USA und China richten Hotline für Zwischenfälle ein

Eine Art Rotes Telefon für KI: Die USA und China wollen einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit Künstlicher Intelligenz einrichten. Darüber hinaus vereinbarten beide Länder beim Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington einen "US-chinesischen Dialog über Superintelligenz". In ihm wollten sich beide Seiten über Chancen und Risiken der Technologie austauschen, erklärte das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit).

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Fraktionschef Dirschauer ist SSW-Spitzenkandidat

Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) seinen Landtagsfraktionschef Christian Dirschauer offiziell zum Spitzenkandidaten gewählt. Ein Parteitag in Flensburg nominierte den 45-Jährigen am Samstag in schriftlicher Abstimmung mit 95 Prozent; einen Gegenkandidaten gab es nicht. Die formale Wahl der vollständigen SSW-Landesliste steht aber noch aus: Sie soll auf einem außerordentlichen Landesparteitag im Dezember stattfinden.

Bericht: Trump lehnt Irans Hormus-Vorschlag ab - erneute Huthi-Angriffe

Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz: Zwei auf die Hauptstadtregion Riad zufliegende Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.

Lula verbietet Online-Wettplattformen neun Tage vor Präsidentenwahl

Neun Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien hat Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva Online-Wettplattformen verboten. Der linksgerichtete Lula erließ am Freitag eine entsprechende vorläufige Maßnahme, die sofort in Kraft trat, aber noch vom Parlament gebilligt werden muss. Ab dem 6. Oktober soll es nach Regierungsangaben in Brasilien weder legale Wett-Websites oder -Apps noch Sponsoring durch Sportwettenanbieter geben.

Textgröße ändern: