The National Times - Israel greift nach eigenen Angaben Hisbollah-Einrichtungen im Südlibanon an

Israel greift nach eigenen Angaben Hisbollah-Einrichtungen im Südlibanon an


Israel greift nach eigenen Angaben Hisbollah-Einrichtungen im Südlibanon an
Israel greift nach eigenen Angaben Hisbollah-Einrichtungen im Südlibanon an / Foto: © AFP

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag Einrichtungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Angriffe seien "Militäreinrichtungen, darunter unterirdische Anlagen" an einem Hisbollah-Stützpunkt nahe der Burg Beaufort im Süden des Libanon gewesen, erklärten die Streitkräfte. Zuvor sei dort "militärische Aktivität" festgestellt worden.

Textgröße ändern:

Die "Existenz des Hisbollah-Stützpunktes und die Aktivität darin" stellten einen "Verstoß gegen die Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon dar", fügte die israelische Armee an.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Sonntag unter anderem über intensive Angriffe auf das Waldgebiet Ali al-Taher, aus dem später Brände gemeldet wurden. Kampfjets hätten eine "große Anzahl an Lenkflugkörpern" abgeschossen. Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus dem Gebiet der Einschläge waren dicke Rauchschwaden zu sehen.

Die Hisbollah - deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist - hatte unmittelbar nach dem Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 mit verstärktem Raketenbeschuss auf Israel begonnen. Die israelische Armee reagierte mit massiven Luftangriffen auf Ziele im Libanon und schließlich mit einer Bodenoffensive. Auf beiden Seiten der Grenze wurden tausende Menschen vertrieben.

Im November wurde eine Waffenruhe vereinbart, die eigentlich einen Rückzug der Hisbollah aus dem Grenzgebiet zu Israel bis hinter den Fluss Litani und eine Auflösung ihrer militärischen Stützpunkte vorsieht. Israel wirft der Hisbollah jedoch vor, weiterhin im Grenzgebiet militärisch aktiv zu sein - und greift mit dieser Begründung weiterhin regelmäßig Hisbollah-Ziele an.

Israel macht die Entwaffnung der Miliz zur Bedingung für das Ende der Angriffe im Libanon. Anfang August hatte die libanesische Regierung auf Druck der USA die Armee beauftragt, einen Plan zur Entwaffnung der Hisbollah zu erarbeiten. Die Miliz hat seither jedoch erklärt, einen solchen Beschluss ignorieren zu wollen.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Hälfte des Senats in Frankreich wird neu gewählt

In Frankreich werden am Sonntag Teilwahlen für den Senat, das Oberhaus des Parlaments, abgehalten. In rund 60 Départements traten die Wahlkollegien zusammen, um 178 der insgesamt 348 Senatoren für einen Zeitraum von sechs Jahren zu wählen. Bei den landesweit insgesamt mehr als 93.000 Wahlleuten in den Kollegien handelt es sich überwiegend um Kommunalpolitiker.

Nach Wahl in Berlin: SPD stimmt für Sondierungen mit Linkspartei und Grünen

Rund eine Woche nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl ist der Weg für Sondierungsgespräche zur möglichen Bildung eines von der Linken geführten rot-grün-roten Senats frei. Der SPD-Landesvorstand in der Hauptstadt stimmte nach Parteiangaben am Samstagabend für Gespräche mit Linkspartei und Grünen. Die Linke hatte bereits am Freitagabend auf einem Parteitag grünes Licht dafür gegeben. Der Grünen-Landesvorstand erklärte anschließend, er sei "baldmöglichst" zu Verhandlungen bereit.

Schweizer stimmen über strengere Auslegung von Neutralität ab

In der Schweiz hat am Sonntag eine Volksabstimmung über die politische Neutralität des Landes begonnen. Eine Initiative will damit eine strengere Auslegung des Schweizer Neutralitätsgrundsatzes durchsetzen. Die Neutralität ist zwar in der Schweizer Verfassung verankert. Die Initiative "Wahrung der schweizerischen Neutralität" beklagt aber, die Regierung habe den Nichteinmischungsgrundsatz durch die Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs aufgeweicht.

Nach Zwangsräumung von Wohnung einer 87-Jährigen: Protestcamp in Madrid errichtet

Die Zwangsräumung der Wohnung einer 87-jährigen Frau in Madrid hat in der spanischen Hauptstadt scharfe Proteste ausgelöst. Nachdem zehntausende Demonstranten am Samstagabend durch die Stadt gezogen waren, errichteten hunderte Aktivisten in der Nacht zum Sonntag ein Protestcamp auf dem zentralen Platz Puerta del Sol und verbrachten dort die Nacht. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, hatten die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht.

Textgröße ändern: