The National Times - Bundestag könnte nächste Woche Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens beschließen

Bundestag könnte nächste Woche Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens beschließen


Bundestag könnte nächste Woche Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens beschließen
Bundestag könnte nächste Woche Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens beschließen / Foto: © AFP/Archiv

Der Bundestag könnte bereits in der kommenden Woche einem Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens zustimmen. Es werde versucht, einen entsprechenden Antrag am Mittwoch in erster Lesung im Parlament zu behandeln, hieß es am Freitag aus Kreisen der Ampel-Koalition. Am kommenden Freitag könnten dann bereits die beiden abschließenden Lesungen erfolgen. Dies würde es demnach dem Bundesrat ermöglichen, sich seinerseits noch am selben Tag mit der Ratifizierung zu befassen.

Textgröße ändern:

Das Bundeskabinett hat am Freitag eine "Formulierungshilfe" für einen Gesetzentwurf zu dem Beitritt der beiden skandinavischen Länder beschlossen. Damit sei "das Verfahren für die Vorbereitung der Annahme der Beitrittsprotokolle eingeleitet", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Dies sei das "deutliche Signal", dass die Bundesregierung das "Ratifizierungsverfahren zügig umsetzen möchte".

Der eigentliche Gesetzentwurf müsse aber "aus der Mitte des Deutschen Bundestags" kommen, sagte Hebestreit weiter. Er äußerte die Hoffnung, dass es kommende Woche - der letzten regulären Sitzungswoche des Bundestags vor der Sommerpause - zumindest noch eine erste Lesung geben werde. Die SPD-Fraktion hatte für Freitagnachmittag zu der Frage des Eilverfahrens im Parlament eine Sondersitzung angesetzt.

Schweden und Finnland hatten im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine mit ihrer jahrzehntelangen Tradition der militärischen Bündnisneutralität gebrochen und im Mai einen Antrag auf Nato-Mitgliedschaft gestellt. Der Nato-Gipfel diese Woche hatte beide Länder daraufhin offiziell eingeladen. Die Beitritte müssen von allen 30 Nato-Ländern gebilligt werden.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Debatte nach Landtagswahlen: CSU-Chef Söder fordert Reformbekenntnis von SPD

CSU-Parteichef Markus Söder hat die SPD nach den Landtagswahlen vom Sonntag zur Fortsetzung des in der Bundesregierung verabredeten Reformprogramms aufgefordert - zugleich aber Kompromissbereitschaft erkennen lassen. Äußerungen aus der SPD dazu seien aktuell "widersprüchlich", sagte Söder am Montag im bayerischen Kloster Banz am Rande einer Klausur der CSU-Landtagsfraktion. Die Sozialdemokraten sollen sich "sehr schnell" entscheiden, wer bei ihnen "das Sagen" habe und welchen Kurs sie nähmen.

Nach Linken-Wahlsieg in Berlin beginnt Debatte über neue Landesregierung

Nach dem klaren Wahlsieg der Linkspartei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat am Montag die Debatte über die Regierungsbildung in der Hauptstadt begonnen. Vor allem die Pläne der Linken zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen und ihr Umgang mit Antisemitismus stoßen bei anderen Parteien teils auf Kritik. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte dennoch an, an den Plänen festzuhalten. Mit Blick auf mögliche Koalitionsgespräche zeigte sie sich optimistisch.

Nach Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Zeichen stehen auf Rot-Rot-Grün

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern stehen die Zeichen in dem Bundesland auf Rot-Rot-Grün. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte am Montag in Berlin an, sie wolle mit Grünen und Linken Gespräche über eine mögliche Koalition führen. Die beiden Parteien zeigten sich bereit, sich an einer stabilen Regierung zu beteiligen. Die AfD sieht sich trotz ihres Wahlsieges aufgrund fehlender Partner in der Opposition.

Merz kündigt baldiges Bundesgesetz gegen Enteignungen an - Kritik an Linken

Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die rasche Verabschiedung eines Bundesgesetzes gegen die Enteignung von Wohnraum angekündigt. "Es geht gar nicht mal nur darum, hier in Berlin etwas zu verbieten", sagte Merz am Montag in Berlin. Es gehe "vor allem darum, an die internationalen Investoren eine klare Botschaft zu senden, die da lautet: Es gibt in Deutschland keine Enteignungen von privatem Eigentum."

Textgröße ändern: