The National Times - Milei schreibt Angriff bei Wahlkampfauftritt "kleiner gewalttätiger Gruppe" zu

Milei schreibt Angriff bei Wahlkampfauftritt "kleiner gewalttätiger Gruppe" zu


Milei schreibt Angriff bei Wahlkampfauftritt "kleiner gewalttätiger Gruppe" zu
Milei schreibt Angriff bei Wahlkampfauftritt "kleiner gewalttätiger Gruppe" zu / Foto: © AFP

Der argentinische Präsident Javier Milei macht eine "kleine gewalttätige Gruppe" für den Angriff mit Steinen und Flaschen auf ihn bei einem Wahlkampfauftritt am Mittwoch verantwortlich. "Gestern kam es bei einer Wahlkampfveranstaltung zu einer absurden Situation. Eine kleine gewalttätige Gruppe drang gewaltsam ein und begann, Steine in unsere Richtung zu werfen", sagte Milei bei einer Ansprache in Buenos Aires am Donnerstag (Ortszeit). Nach den Angaben von Mileis Sprecher wurden nach dem Ereignis zwei Menschen festgenommen.

Textgröße ändern:

AFP-Reporter vor Ort hatten am Mittwoch beobachtet, wie Demonstranten den Staatschef in der Stadt Lomas de Zamora nahe Buenos Aires mit mehreren Gegenständen angriffen. Milei und seine Schwester befanden sich auf dem Rücksitz eines Pickups, als Demonstranten nach Angaben der Reporter Steine, Pflanzen und Flaschen auf die Autokolonne warfen. Das Fahrzeug mit dem Präsidenten an Bord verließ daraufhin zügig den Schauplatz.

Milei erklärte, der Vorfall habe sich "vor dem Hintergrund grober Verleumdungskampagnen" ereignet. Damit spielte er auf die Korruptionsvorwürfe gegen seine Schwester und Mitarbeiterin Karina Milei an. Karina Milei, die als Generalsekretärin des Präsidenten tätig ist, wird vorgeworfen, Gelder für Menschen mit Behinderung in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Die Vorwürfe wurden laut, nachdem Audioaufnahmen aufgetaucht waren, die dem mittlerweile entlassenen ehemaligen Leiters der Behörde für Menschen mit Behinderung, Diego Spagnuolo, zugeschrieben werden. Darin sagt dieser: "Karina erhält drei Prozent und ein Prozent wird für die Operation verwendet".

Unmittelbar vor dem Gewaltausbruch war Milei auf den Skandal zu sprechen gekommen. "Alles, was (der Leiter der Behörde) sagt, ist eine Lüge", sagte der argentinische Präsident.

Am Donnerstagnachmittag wurden neue Zwischenfälle bei einer Wahlkampfveranstaltung in der nordöstlichen Provinz Corrientes gemeldet, an der Karina Milei teilnahm. Die Schwester des Präsidenten musste dort laut dem Sender LN+ bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierungspartei in Sicherheit gebracht werden.

Milei macht derzeit Wahlkampf für die Parlamentswahlen im Oktober, die als erster Test für den Präsidenten seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 gelten. Der Rechtspopulist verfolgt eine drastische Sparpolitik und hat tausende Beamte entlassen, Subventionen gestrichen und die Arbeit auf öffentlichen Baustellen eingefroren. Er sorgte so für den ersten Haushaltsüberschuss in Argentinien seit 14 Jahren, die Inflation sank deutlich.

Kehrseite der Medaille waren ein Rückgang der Wirtschaftsleistung, der Wegfall von Arbeitsplätzen und Einschnitte bei Renten und der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Immer wieder gibt es Proteste gegen den strikten Sparkurs der Regierung.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Nordirland: 2000 Menschen blockieren umstrittene Parade des Oranier-Ordens

In der nordirischen Stadt Portadown haben rund 2000 Menschen eine kurz zuvor genehmigte umstrittene Parade des protestantischen Oranier-Ordens blockiert. Sie marschierten am Sonntagmorgen im Gebiet der Garvaghy Road in einem katholischen Viertel der Stadt auf, um die geplante Kundgebung der Protestanten zu verhindern. Ein Gericht hatte dem Oranier-Orden in der Nacht zum Sonntag die Parade genehmigt.

Prognosen: Schweizer lehnen strengere Auslegung von Neutralität ab

Die Menschen in der Schweiz haben laut Prognosen in einer Volksabstimmung gegen eine strengere Auslegung der politischen Neutralität ihres Landes gestimmt. Wie das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern am Sonntag nach Schließung der Wahllokale bekanntgab, deuten Nachwahlbefragungen auf eine Ablehnung der Neutralitätsinitiative hin.

Missbrauch in der Kirche: Papst Leo XIV. mahnt zu "höchster Wachsamkeit"

Papst Leo XIV. hat mit Blick auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche zu "höchster Wachsamkeit" aufgerufen. Bei einem Treffen mit den französischen Bischöfen am Sonntag in Lourdes sprach er von der "schmerzhaften Wunde des Missbrauchs an Minderjährigen, der von Mitgliedern des Klerus oder im kirchlichen Kontext begangen wurde".

Hälfte des Senats in Frankreich wird neu gewählt

In Frankreich werden am Sonntag Teilwahlen für den Senat, das Oberhaus des Parlaments, abgehalten. In rund 60 Départements traten die Wahlkollegien zusammen, um 178 der insgesamt 348 Senatoren für einen Zeitraum von sechs Jahren zu wählen. Bei den landesweit insgesamt mehr als 93.000 Wahlleuten in den Kollegien handelt es sich überwiegend um Kommunalpolitiker.

Textgröße ändern: