The National Times - Bundeswehrgeneral warnt vor Problemen bei möglicher Verlegung an Nato-Ostflanke

Bundeswehrgeneral warnt vor Problemen bei möglicher Verlegung an Nato-Ostflanke


Bundeswehrgeneral warnt vor Problemen bei möglicher Verlegung an Nato-Ostflanke
Bundeswehrgeneral warnt vor Problemen bei möglicher Verlegung an Nato-Ostflanke / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Spannungen mit Russland hat der für die Verlegung an die Nato-Ostflanke zuständige Bundeswehrgeneral André Bodemann vor großen bürokratischen und logistischen Hürden gewarnt. Besonders die Bürokratie sei ein Problem, sagte Bodemann der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Das sind Dinge, die treiben mich in den Wahnsinn", fügte der General hinzu. Bodemann ist Planer des Logistik-Großprojekts "Drehscheibe Deutschland".

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Der General nannte in dem Interview konkrete Beispiele für bürokratische Hürden: "Konvois müssen beispielsweise in Deutschland anders beflaggt werden als in den Niederlanden oder in Polen. Mal soll das erste Fahrzeug eine Flagge haben, mal das letzte Fahrzeug, mal jedes Fahrzeug."

Zudem gebe es unterschiedliche Zollvorgaben von EU und Nato. "Wenn Sie nicht das richtige Formblatt haben, dann kann der Konvoi nicht weiterfahren", sagte Bodemann. "Unser Ziel ist es, dass das vereinheitlicht wird und digitalisiert wird, damit wir nicht mehr mit der Zettelwirtschaft rumlaufen."

Eine weitere Herausforderung sei der Zustand der Infrastruktur in Deutschland. Aus Sicht des Bundeswehrgenerals ist es unumgänglich, nun stärker in Brücken zu investieren, auch weil etwa Panzer deutlich schwerer geworden sind. "Im Kalten Krieg haben wir mit 40 oder 50 Tonnen gerechnet", sagte der General. "Jetzt müssen wir mit etwa 80 bis 100 Tonnen rechnen. Darauf sind viele unserer Brücken noch nicht ausgerichtet."

Angesichts der Spannungen mit Russland seien in diesen Bereichen Verbesserungen nötig. "Wir befinden uns nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden, sondern in irgendeiner Phase dazwischen", betonte Bodemann.

G.Waters--TNT

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