The National Times - Trump verlängert Pause im Zollstreit mit China um weitere 90 Tage

Trump verlängert Pause im Zollstreit mit China um weitere 90 Tage


Trump verlängert Pause im Zollstreit mit China um weitere 90 Tage

Wenige Stunden vor dem Ende der Pause im Zollstreit zwischen China und den USA hat US-Präsident Donald Trump höhere Zölle gegen China erneut aufgeschoben. "Ich habe soeben ein Dekret unterzeichnet, mit dem die Aussetzung der Zölle für China um weitere 90 Tage verlängert wird", schrieb Trump am Montag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Chinesische Staatsmedien berichteten, dass auch China eine Verlängerung der Frist verkündet habe.

Textgröße ändern:

"Alle anderen Elemente des Abkommens bleiben unverändert", fügte der US-Präsident hinzu. In dem bei Truth Social veröffentlichten Dekret hieß es, China unternehme wichtige Schritte, "um den Anliegen der USA in Bezug auf die wirtschaftliche und nationale Sicherheit entgegen zu kommen". Er halte es für "notwendig und angemessen", die Pause bis zum 10. November weiterhin aufrechtzuerhalten, erklärte Trump darin weiter. Trump bestätigte mit seinem Beitrag vorangegangene Berichte des "Wall Street Journal" und des Senders CNBC über seine Unterzeichnung eines Dekrets.

Etwa zeitgleich mit Trumps Ankündigung berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Verweis auf eine gemeinsame US-chinesische Erklärung, dass auch China die zuvor angekündigte Erhöhung der Zölle ab dem 12. August für weitere 90 Tage aussetzen werde. Den Zollsatz in Höhe von zehn Prozent werde Peking jedoch beibehalten.

Trump hatte Anfang April hohe Strafzölle gegen China verhängt, Peking reagierte mit Gegenzöllen, woraufhin Trump wiederum seine Zölle erhöhte. Zwischenzeitlich lag das beidseitige Zollniveau bei deutlich über 100 Prozent.

Mitte Mai einigten sich die beiden Länder bei Gesprächen in Genf dann darauf, die Aufschläge für zunächst 90 Tage stark zu reduzieren. Demnach wurden die US-Zölle auf chinesische Waren auf 30 Prozent festgesetzt, die chinesischen Zölle für die USA auf zehn Prozent. Diese Sätze sollen nun bis November gelten - oder bis eine Einigung erzielt wird.

Trump hatte zuvor mit Blick auf mehrere Verhandlungsrunden zwischen chinesischen und US-Vertretern in Stockholm erklärt, die Gespräche liefen "ziemlich gut". "Die Beziehung zwischen Präsident Xi (Jinping) und mir ist sehr gut", sagte der US-Präsident am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. Peking betonte seinerseits, dass es sich ein "positives" Ergebnis der Verhandlungen mit Washington wünschte.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer betonte nach den Gesprächen in Stockholm, Trump werde das "letzte Wort" über eine Verlängerung der Pause im Zollstreit haben.

Sean Stein, Präsident des US-China Business Council (USCBS) erklärte, die Verlängerung der Frist sei "entscheidend, um den beiden Regierungen Zeit für die Aushandlung eines Abkommens zu geben", welches den Unternehmen die dringend benötigte Planungssicherheit verschaffe.

William Yang, Analyst bei der International Crisis Group, hält es für unwahrscheinlich, dass Peking in den weiteren Verhandlungen Zugeständnisse machen wird. China sehe sich beim Export von Seltenen Erden in einer starken Position und werde diesen Vorteil nutzen, um Druck auf Washington auszuüben, vermutet er.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Senatswahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen Sitze hinzu

Bei Teilwahlen zum französischen Senat hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) einen Erfolg erzielt. Bei den Abstimmungen am Sonntag eroberte sie neun neue Mandate. Zusammen mit seiner Partnerpartei UDR wird der RN künftig 14 Senatoren stellen und damit erstmals eine Fraktion im Oberhaus bilden können.

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Stichwahlen in Niedersachsen: Hannovers Oberbürgermeister Onay in Amt bestätigt

Der Grünen-Politiker Belit Onay bleibt für weitere acht Jahre Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Er setzte sich am Sonntag in einer Stichwahl mit 61,5 Prozent der Stimmen klar gegen den SPD-Bewerber Axel von der Ohe durch, der nach Angaben der Stadt auf 38,5 Prozent kam.

Trump erwartet Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran in nächsten Tagen

US-Präsident Donald Trump erwartet eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges für die nächsten Tage. Er sagte dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem Telefoninterview, dass er für die kommende Woche mit den Gesprächen rechne. "Sie wollen einen Deal machen, aber es ist nicht der Deal, den ich machen will", sagte er.

Textgröße ändern: