The National Times - Drei weitere Menschen bei Protesten in Ecuador getötet

Drei weitere Menschen bei Protesten in Ecuador getötet


Drei weitere Menschen bei Protesten in Ecuador getötet
Drei weitere Menschen bei Protesten in Ecuador getötet / Foto: © AFP

Bei den seit fast zwei Wochen andauernden Protesten gegen die hohen Preise in Ecuador sind drei weitere Menschen getötet worden. Bei verschiedenen Protestaktionen in der Hauptstadt Quito und Umgebung habe es am Donnerstag drei Todesopfer gegeben, meldete die Allianz der Organisation der Verteidigung der Menschenrechte.

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Die Proteste werden von der indigenen Bevölkerung des südamerikanischen Landes getragen und hatten sich an den steigenden Treibstoffpreisen entzündet. Die Demonstranten fordern auch eine Absenkung der Lebensmittelpreise und mehr öffentliche Gelder für die Gesundheitsversorgung sowie Bildung.

Am Donnerstag spitzten sich die Proteste zu, als sich ein von Frauen angeführter Marsch in Richtung des Parlaments in Quito bewegte. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten vom Parlamentsgebäude fernzuhalten, die ihrerseits die Sicherheitskräfte mit Steinen und Brandsätzen attackierten.

Nach Angaben der Allianz wurden am Donnerstag drei Demonstranten getötet; die Zahl der Todesopfer im Zuge der seit zwölf Tagen andauernden Proteste erhöhte sich damit auf sechs. Die Allianz nannte auch die Zahl von 92 Verletzten und 94 Festnahmen seit dem 13. Juni.

Nach Angaben der Polizei beteiligen sich landesweit derzeit fast 14.000 Demonstranten an den Protesten. In sechs Provinzen Ecuadors wurde der Ausnahmezustand verhängt, in der Hauptstadt gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

Die Armee teilte mit, ein Konvoi mit Lebensmitteln sei in Caspigasi, einem Vorort von Quito, von einer "gewalttätigen Gruppe" angegriffen worden. Dabei seien 17 Soldaten schwer verletzt worden.

Am Donnerstagnachmittag stürmten mehrere tausend Indigene das Haus der Kultur in Quito, das seit Tagen von den Sicherheitskräften abgeriegelt worden war. Das Kulturzentrum dient den Indigenen traditionell als Treffpunkt und der freie Zugang war eine der Bedingungen der Demonstranten für die Aufnahme von Verhandlungen.

"Das ist ein Sieg!", erklärte der Indigenen-Führer Leonidas Iza. Die Regierung gestattete den Demonstranten die Übernahme dieses "symbolischen Ortes", wie Minister Francisco Jiménez erklärte. Es gehe nun darum, die Tage der gewaltsamen Proteste zu überwinden.

C.Stevenson--TNT

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