The National Times - Tausende Israelis demonstrieren nach Iran-Waffenruhe für Freilassung aller Geiseln

Tausende Israelis demonstrieren nach Iran-Waffenruhe für Freilassung aller Geiseln


Tausende Israelis demonstrieren nach Iran-Waffenruhe für Freilassung aller Geiseln
Tausende Israelis demonstrieren nach Iran-Waffenruhe für Freilassung aller Geiseln / Foto: © AFP

In Tel Aviv haben erneut tausende Menschen für die Freilassung der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln demonstriert. Die Menge versammelte sich am Samstagabend mit israelischen Flaggen und Fotos der Verschleppten auf dem sogenannten Platz der Geiseln. Es war die erste Demonstration des Forums der Geisel-Angehörigen seit dem Krieg gegen den Iran. Während des zwölftägigen Krieges konnten die sonst wöchentlichen Proteste wegen eines Versammlungsverbots nicht stattfinden.

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Israel hatte vor gut zwei Wochen einen Großangriff auf den Iran gestartet und dies mit dem fortgeschrittenen iranischen Atom- und Raketenprogramm begründet. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel. Nach Angriffen der USA auf iranische Atomanlagen trat am Dienstag nach zwölf Tagen Krieg eine Waffenruhe in Kraft. Seitdem wurden in Israel auch die Forderungen nach einem Ende des Krieges im Gazastreifen und einer Übergabe aller verbliebenen Geiseln wieder lauter.

"Der Krieg mit dem Iran endete mit einer Einigung. Der Krieg im Gazastreifen muss auf die gleiche Weise enden – mit einem Abkommen, das alle nach Hause bringt", erklärte das Forum der Geisel-Angehörigen vor der Demonstration am Samstag.

Einige Demonstranten forderten von US-Präsident Donald Trump, sich verstärkt für eine Vereinbarung mit der radikalislamischen Hamas einzusetzen. "Präsident Trump, beenden Sie die Krise im Gazastreifen. Der Nobelpreis wartet", stand auf einem Plakat.

Die von der Hamas freigelassene Soldatin Liri Albag wandte sich in einer Rede direkt an Trump und den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. "Sie haben beim Iran mutige Entscheidungen getroffen. Treffen Sie nun die mutige Entscheidung, den Krieg im Gazastreifen zu beenden und die Menschen nach Hause zu holen", sagte die junge Frau.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den brutalen Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1210 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Geiseln von den Islamisten festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach Angaben der israelischen Armee tot.

Verhandlungen unter Vermittlung von Ägypten, Katar und den USA für eine Waffenruhe und die Übergabe aller verbliebenen Geiseln sind bislang erfolglos geblieben.

A.Parker--TNT

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