The National Times - Israels Opposition und Geisel-Angehörige fordern Ende des Krieges im Gazastreifen

Israels Opposition und Geisel-Angehörige fordern Ende des Krieges im Gazastreifen


Israels Opposition und Geisel-Angehörige fordern Ende des Krieges im Gazastreifen
Israels Opposition und Geisel-Angehörige fordern Ende des Krieges im Gazastreifen / Foto: © AFP

Angesichts der am Dienstag in Kraft getretenen Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel sind in Israel Forderungen nach einem Ende des Krieges im Gazastreifen laut geworden. "Und jetzt Gaza. Es ist an der Zeit, es auch dort zu beenden", erklärte der israelische Oppositionsführer Jair Lapid am Dienstag im Onlinedienst X. "Wer einen Waffenstillstand mit dem Iran erreichen kann, kann auch den Krieg in Gaza beenden", forderte das Forum der israelischen Geisel-Angehörigen in einer Erklärung.

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US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht zum Dienstag mitgeteilt, dass Israel und der Iran am zwölften Tag des Krieges einer Waffenruhe zugestimmt hätten, die stufenweise umgesetzt werden solle.

"Wir fordern die (israelische) Regierung auf, dringend Verhandlungen aufzunehmen, um alle Geiseln nach Hause zu bringen und den Krieg zu beenden", hieß es in der Erklärung des Forums der Geisel-Angehörigen weiter.

Das Forum gilt als wichtigste Interessenvertretung der am 7. Oktober 2023 von Kämpfern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas in den Gazastreifen verschleppten 251 israelischen Geiseln. 49 der Geiseln befinden sich noch immer im Gazastreifen, darunter 27, die nach Angaben des israelischen Militärs bereits tot sind.

Auch die Palästinensische Autonomiebehörde mit Sitz in Ramallah äußerte sich zu einer Ausweitung der Feuerpause zwischen Iran und Israel: "Die palästinensische Präsidentschaft begrüßt die Ankündigung eines Abkommens über eine Waffenruhe durch US-Präsident Donald Trump", teilte das Büro von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit. "Wir fordern die Vollendung dieses Schrittes durch eine Waffenruhe, die den Gazastreifen einschließt."

Israels Präsident Isaac Herzog rief dazu auf, die Feuerpause mit dem Iran zu nutzen, um "die Rückkehr unserer Geiseln so schnell wie möglich" zu realisieren. Er äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Beerscheba im Süden Israels, wo am Dienstagmorgen nach Angaben von Rettungskräften vier Menschen durch eine iranische Rakete getötet worden waren.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben rund 1200 Menschen getötet worden waren.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die nicht unabhängig überprüft werden können, etwa 56.000 Menschen im Gazastreifen getötet.

Am 13. Juni hatte Israel seinen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardierte seitdem insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Der Iran attackierte Israel im Gegenzug mit Raketen und Drohnen.

Die USA hatten in der Nacht zum Sonntag in den Krieg zwischen Israel und dem Iran eingegriffen und iranische Atomanlagen angegriffen.

D.Cook--TNT

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