The National Times - CDU und Grüne wollen aus NRW "erste klimaneutrale Industrieregion Europas" machen

CDU und Grüne wollen aus NRW "erste klimaneutrale Industrieregion Europas" machen


CDU und Grüne wollen aus NRW "erste klimaneutrale Industrieregion Europas" machen
CDU und Grüne wollen aus NRW "erste klimaneutrale Industrieregion Europas" machen / Foto: © AFP/Archiv

Nach knapp vierwöchigen Verhandlungen haben CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen ihren gemeinsam ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. "Das Fundament für eine erfolgreiche Arbeit für Nordrhein-Westfalen auch in den nächsten fünf Jahren ist gelegt", sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung des 164 Seiten starken Papiers in Düsseldorf. Der Koalitionsvertrag sei mit "solidem politischen Handwerk" entstanden.

Textgröße ändern:

"Mit den Grünen haben wir in den letzten Wochen in intensiven Gesprächen daran gearbeitet, wie wir zu gemeinsamen Ideen zum Wohl unseres Lands kommen", sagte Wüst. Beide Parteien wollen demnach einen "modernen Politikstil" pflegen. Grünen-Chefin Mona Neubaur bezeichnete die Verhandlungen der vergangenen Wochen als "intensive Wanderung". "Was wir gemeinsam hingekriegt haben, war ein richtig guter Job", sagte sie.

Im Kern des Koalitionsvertrags steht der Anspruch, Nordrhein-Westfalen zur "ersten klimaneutralen Industrieregion Europas" zu machen. Weitere Schwerpunkte sind etwa die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie der Ausbau erneuerbarer Energien im Land.

Wenn die jeweiligen Landesparteitage dem Koalitionsvertrag zustimmen, darf die CDU Ministerinnen und Minister für sieben Ressorts vorschlagen. Darunter fallen etwa das Innenministerium, das Finanzministerium und das Bildungsministerium. Die Grünen würden vier Ministerien übernehmen. Darunter ist etwa ein neues Clusterministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie das Verkehrsministerium.

Bei der Landtagswahl vom 15. Mai war die CDU mit 35,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die Grünen hatten stark zugelegt und ein Rekordergebnis von 18,2 Prozent erreicht. Vorbehaltlich der Zustimmung beider Landesverbände regiert im Düsseldorfer Landtag bald erstmals ein schwarz-grünes Bündnis.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Bericht: Geheimabsprachen der USA zur Abschiebung tausender Migranten in Drittländer

Die USA haben nach Recherchen eines internationalen Journalistenkonsortiums seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump mehr als 25.000 Migranten im Zuge von geheimen Absprachen in Drittländer abgeschoben, zu denen die Menschen keinerlei Beziehung haben. Dafür habe die Regierung ein Budget in Höhe von 410 Millionen Dollar (mehr als 357 Millionen Euro) bereitgestellt, berichtete das Journalistennetzwerk Forbidden Stories am Montag.

Linken-Chefin Schwerdtner verteidigt Enteignungspläne in Berlin

Die Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner hat die Enteignungspläne der Partei in Berlin verteidigt. "Es geht hier um ein Grundprinzip: Gehört Wohnen wieder in öffentliche Hand", sagte Schwerdtner am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Darüber zu diskutieren, sei "nicht radikal bei so einer wahnsinnigen Mietenkrise wie in Berlin".

Unions-Parlamentsgeschäftsführerin Dos Santos-Wintz: Verstehe Frust der Bevölkerung

Unions-Parlamentsgeschäftsführerin Catarina Dos Santos-Wintz (CDU) hat nach dem Wahldebakel ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine bessere Kommunikation der Bundesregierung gefordert. Sie "verstehe den Frust sehr, sehr gut, der in der Bevölkerung herrscht", sagte sie am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Was in Berlin verabschiedet werde, sei an vielen Stellen belastend. "Wenn man aber nicht genau weiß, wozu das Ganze, dann ist es ziemlich schwierig, dafür Akzeptanz zu finden."

Berliner Wirtschaft warnt nach Linken-Wahlsieg vor Enteignungsplänen

Die Berliner Wirtschaft hat nach dem Sieg der Linken bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus vor deren Enteignungsplänen gewarnt. "Berlin kann sich keine Experimente mit ungewissem Ausgang leisten, die die Politik für lange Zeit lähmen würden", erklärte Alexander Schirp, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, am Montag. "Das gilt insbesondere für Pläne zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen."

Textgröße ändern: