The National Times - Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Kirche in Damaskus

Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Kirche in Damaskus


Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Kirche in Damaskus
Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Kirche in Damaskus / Foto: © AFP

Bei einem Anschlag auf eine Kirche in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Sonntag nach Regierungsangaben mindestens 20 Menschen getötet worden. 52 weitere wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Ein Selbstmordattentäter sei in die St. Elias-Kirche eingedrungen, habe das Feuer eröffnet und sich dann in die Luft gesprengt, gab das Innenministerium bekannt. Es machte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich.

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Das syrische Außenministerium verurteilte den Anschlag und sprach von einem "verzweifelten Versuch, das Zusammenleben zu untergraben und das Land zu destabilisieren".

Der UN-Sondergesandte für Syrien, Geir Pedersen, verurteilte den "abscheulichen" Anschlag ebenfalls auf das Schärfste. Er zeigte sich "empört" angesichts der Bluttat.

Auch Frankreich verurteilte den Anschlag "auf das Schärfste", wie das Außenministerium in Paris mitteilte. Es hob in einer Erklärung auch seinen Einsatz für einen Übergang in Syrien hervor, bei dem Syrerinnen und Syrer jeglicher Konfession "in Frieden und Sicherheit" leben können.

Die IS-Miliz in Syrien hatte zuletzt Anschläge auch gegen Truppen der islamistischen Regierung in Damaskus verübt, die sich gemäßigter gibt. So hatte der IS Ende Mai einen Anschlag in der südlichen Provinz Sweida auf ein Fahrzeug der Armee der Übergangsregierung verübt.

Kämpfer der islamistischen HTS-Miliz und verbündeter Gruppierungen hatten im Dezember den langjährigen syrischen Machthaber Baschar al-Assad gestürzt. Die HTS ist ein früherer Zweig von Al-Kaida, hatte sich jedoch vor Jahren von dem Terrornetzwerk losgesagt. Die vom ehemaligen HTS-Chef Ahmed al-Scharaa angeführte Übergangsregierung bemüht sich seit Amtsantritt um ein moderateres Image.

Die IS-Miliz hatte im Zuge des 2011 ausgebrochenen syrischen Bürgerkriegs große Teile Syriens und des benachbarten Iraks erobert, wurde aber zurückgedrängt und ist derzeit vor allem in den Wüstengebieten Syriens präsent. Seit dem Sturz Assads gab es außerhalb der kurdisch kontrollierten Gebiete in Nordsyrien nur selten Berichte über Angriffe der Dschihadisten. US-Präsident Donald Trump, der kürzlich die Sanktionen gegen Syrien aufgehoben hatte, hatte von al-Scharaa gefordert, die USA dabei zu unterstützen, eine Wiedererstarken der IS-Miliz zu verhindern.

S.Lee--TNT

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