The National Times - Zahl der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen

Zahl der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen


Zahl der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen
Zahl der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Rechtsextremisten in Rheinland-Pfalz ist erneut angestiegen. Rund 800 Menschen zählen zu der Szene, wie das Innenministerium im am Mittwoch in Mainz veröffentlichten Verfassungsschutzbericht mitteilte. Davon gelten demnach 160 als gewaltorientiert. Regionen, in denen Rechtsextremisten vergleichsweise stark in Erscheinung treten, sind Teile der Pfalz und der Westerwald.

Textgröße ändern:

Als Reichsbürger gelten den Sicherheitsbehörden im Land mittlerweile 1100 Menschen. Die Szene besteht überwiegend aus einzelnen Menschen ohne Bezug zu einer Organisation. Meist fielen sie durch konfrontatives Handeln gegenüber der öffentlichen Verwaltung auf, erklärte Innenminister Michael Ebling (SPD).

"Es herrschen ein hohes Maß an Aggressivität und eine ausgeprägte Waffenaffinität", fügte er hinzu. Vorrangiges Ziel bleibe eine konsequente Entwaffnung der Szene. Hatten Mitte 2022 noch 86 Reichsbürger eine Waffenerlaubnis, waren es Ende 2024 nur noch acht.

2024 gab es 2532 Fälle von politisch motivierter Kriminalität, ein Plus von 26 Prozent binnen einem Jahr. Jedoch sank die Zahl der Gewaltdelikte von 111 auf 104. Die Zahl der antisemitischen Straftaten sank um 19 Prozent auf 138. Dennoch sei jede Tat eine zu viel, erklärte Ebling.

Den Hauptteil der politisch motivierten Straftaten bildeten rechtsmotivierte Delikte. Ihre Zahl stieg um 18 Prozent auf 1471 Taten an. Hingegen sank die Zahl der rechtsmotivierten Gewalttaten auf 53. "Wir nehmen die Entwicklung sehr ernst - die Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität bleibt eine Schwerpunktaufgabe", erklärte Ebling.

Unter den Kandidaten der AfD für die Kommunalwahl 2024 befanden sich laut Innenministerium Menschen, die bereits Mitglied in anderen rechtsextremistischen Gruppen waren. Die AfD vernetze sich immer mehr mit Akteuren der sogenannten Neuen Rechten, hieß es.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Untreueprozess gegen frühere RBB-Intendantin Schlesinger startet im November

Mehr als vier Jahre nach ihrem Rücktritt beginnt im November der Strafprozess gegen die ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, und weitere frühere Führungsmitglieder des Senders. Das Landgericht Berlin ließ die Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft vom November 2025 zu, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Der Prozess soll am 10. November 2026 beginnen. Bis Ende Juni 2027 wurden zunächst 56 Verhandlungstermine anberaumt.

Öffentliche Schulden im zweiten Quartal 2026 um 1,0 Prozent gestiegen

Die öffentlichen Schulden sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,0 Prozent gestiegen. Insgesamt waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2753,5 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Schulden des Bundes stiegen im Vergleich zum ersten Quartal um 1,1 Prozent auf 1907,1 Milliarden Euro.

Rettungskräfte: Zahl der Toten bei Angriff der Armee auf Markt in Myanmar auf 50 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine ist nach Angaben von Rettungskräften auf 50 gestiegen. Zudem seien bei dem Angriff am Montag in der Stadt Kyauktaw 58 Menschen verletzt worden, erklärten die Rettungskräfte am Dienstag. Demnach könnte die Zahl der Toten noch steigen, da einige Leichen in Bränden nach dem Angriff verloren gegangen seien.

Nach Explosion in Grenzgebiet: Südkorea wirft Norden Verletzung von Waffenstillstand vor

Nach einer vermutlich durch eine nordkoreanische Mine ausgelösten Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea vergangene Woche hat Seoul dem Nachbarland einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen vorgeworfen und Konsequenzen angekündigt. "Dies ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, und da Nordkorea die Verantwortung trägt, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul am Dienstag vor dem Parlament. Bei dem Vorfall waren drei südkoreanische Offiziere schwer verletzt worden, einer verlor seinen Fuß.

Textgröße ändern: