The National Times - G7-Gipfel soll Signal der Geschlossenheit bei Ukraine und Klimapolitik senden

G7-Gipfel soll Signal der Geschlossenheit bei Ukraine und Klimapolitik senden


G7-Gipfel soll Signal der Geschlossenheit bei Ukraine und Klimapolitik senden
G7-Gipfel soll Signal der Geschlossenheit bei Ukraine und Klimapolitik senden / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesregierung will mit dem G7-Gipfel ein Signal der Geschlossenheit im Ukraine-Krieg und der internationalen Klimapolitik senden. Die G7-Staaten wollten bei dem Treffen ab Sonntag in Bayern auch über die Wirkung der bisherigen Sanktionen gegen Russland und die Zusammenarbeit bei der weiteren militärischen Unterstützung der Ukraine beraten, sagte ein Regierungsvertreter am Montag in Berlin. Am kommenden Montag wird demnach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videoschalte teilnehmen.

Textgröße ändern:

Deutschland hatte im Januar die Präsidentschaft der Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) für ein Jahr übernommen und diese unter das Motto "Fortschritt für eine gerechte Welt" gestellt. Den G7 gehören auch die USA, Kanada, Italien, Frankreich, Großbritannien und Japan an. Ihre Staats- und Regierungschefs kommen ab Sonntag auf Schloss Elmau in Bayern zu einem dreitägigen Treffen zusammen. Es findet damit zwischen dem EU-Gipfel diese Woche und dem Nato-Gipfel kommende Woche statt.

"Wir wollen ein Signal setzen einer entschlossenen und geschlossenen G7", sagte der Regierungsvertreter. Das Thema Ukraine und die Auswirkungen des russischen Angriffs auf das Land stehe natürlich "weit vorne unter ganz vielen verschiedenen Blickwinkeln."

Dabei gehe es auch um die Abstimmung des von der EU bereits beschlossenen Ölembargos mit den G7-Partnern sowie im Bereich auch globaler Nahrungssicherheit um die Hilfe bei der Wiederaufnahme von Getreideexporten aus der Ukraine. Zudem werde es Gespräche geben über die weitere Finanzhilfe für Kiew und eine Strategie für einen Wiederaufbau nach dem Ende des Konflikts.

Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit Partnerländern des globalen Südens, die an mehreren Arbeitsrunden teilnehmen sollen, etwa zur Klima- und Energiepolitik und zur Ernährungssicherheit. Deutschland hat hierzu fünf Länder als Gäste eingeladen: Senegal, Südafrika, Indien, Indonesien und Argentinien.

"Einer der absolut entscheidenden Punkte" in diesen Gesprächen sei der von Deutschland vorgeschlagene Klimaclub. Ziel sei "ein kooperatives Modell der Erreichung der Klimaneutralität", hieß es. "Wir wollen vermeiden, dass wir über die Einführung von gegenseitigen Umweltzöllen gegeneinander arbeiten."

Gesprochen werde auch über das bisher nicht erreichte Ziel der Industrieländer, ärmeren Ländern pro Jahr 100 Milliarden Dollar zur Umstellung auf den Klimawandel zur Verfügung zu stellen. Deutschland arbeite daran, Zusagen aus der Vergangenheit "zu konkretisieren".

Die Verhandlungen zur Abschlusserklärung liefen insgesamt "sehr, sehr konstruktiv", sagte der Regierungsvertreter, ohne auf Details einzugehen. Es werde daneben zur Vertiefung während des dreitägigen Treffens auch einige separate Erklärungen zu Schwerpunkten geben.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Nach Landtagswahlen: SPD-Fraktionschef Miersch deutet Kurskorrektur an

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat nach den schlechten Ergebnissen seiner Partei in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den Wunsch nach einer Kurskorrektur beim Reformkurs der Bundesregierung angedeutet. "Diese Reformen stehen augenblicklich in erster Linie für Kürzung", sagte Miersch am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Sie zeigten "noch nicht auf, welche positiven Veränderungen" damit verbunden seien.

Prien fordert Kompromissbereitschaft bei Reformen: "CDU pur ist nicht die Lösung"

Nach dem Wahldebakel für die CDU hat Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) ihre Partei aufgefordert, in der Reformpolitik auch Kompromisse einzugehen. "CDU pur ist nicht die Lösung", sagte Prien, die auch stellvertretende Vorsitzende im CDU-Präsidium ist, am Montag im Deutschlandfunk. "Radikale Lösungen haben keine Aussicht auf Erfolg. Und Kompromisse werden auch wir schließen müssen." Sie forderte auch Parteichef und Kanzler Friedrich Merz auf, mehr Empathie in der Reformdebatte zu zeigen.

Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister spricht mit Chinas Vize-Regierungschef über KI

Wenige Tage vor dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA hat US-Finanzminister Scott Bessent Chinas Vize-Regierungschef He Lifeng zu Beratungen in New York empfangen. Bessent nannte das Treffen am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten "sehr erfolgreich", ihm zufolge ging dabei unter anderem um die Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI). Auch chinesische Staatsmedien bezeichneten die Gespräche am Montag als "konstruktiv".

Teilergebnisse: Putins Partei siegt bei Parlamentswahl in Russland

Die Partei von Präsident Wladimir Putin hat die Parlamentswahl in Russland laut Teilergebnissen wie erwartet klar gewonnen. Nach der Auszählung von etwas mehr als 71 Prozent der Stimmen entfielen auf die Regierungspartei Geeintes Russland 57,5 Prozent der Stimmen, wie russische Nachrichtenagenturen am Montagmorgen berichteten. Die ebenfalls Kreml-treue Kommunistische Partei kam demnach auf rund 14 Prozent, die nationalistische LDPR auf 8,7 Prozent der Stimmen.

Textgröße ändern: