The National Times - Zivilschutz: Mehr als 20 Tote durch israelischen Beschuss nahe Verteilzentrum in Rafah

Zivilschutz: Mehr als 20 Tote durch israelischen Beschuss nahe Verteilzentrum in Rafah


Zivilschutz: Mehr als 20 Tote durch israelischen Beschuss nahe Verteilzentrum in Rafah
Zivilschutz: Mehr als 20 Tote durch israelischen Beschuss nahe Verteilzentrum in Rafah / Foto: © AFP

Im Süden des Gazastreifens sind nach Angaben des Zivilschutzes mindestens 22 Menschen durch israelische Schüsse in der Nähe eines Verteilzentrums für Hilfsgüter getötet worden. "Mehr als 120 Menschen wurden verletzt, darunter auch Kinder", sagte der Sprecher der von der radikalislamischen Hamas kontrollierten, palästinensischen Zivilschutzbehörde, Mahmud Bassal, der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Nach Angaben des Zivilschutzes gab es "Schüsse aus israelischen Fahrzeugen auf tausende Menschen, die auf dem Weg in das US-Hilfszentrum im Westen von Rafah" gewesen seien.

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"Es gab viele Menschen, das war Chaos, Schreie und Gedränge", erzählte Abdallah Barbach der Nachrichtenagentur AFP, der zu dem Verteilzentrum der privaten Hilfsorganisation Gaza Humanitarian Foundation (GHF) gekommen war, die von den USA und Israel unterstützt wird. "Die Armee hat von Drohnen und Panzern aus geschossen", fügte er hinzu.

Zuvor hatte der Zivilschutz die Zahl der Toten mit zehn beziffert. Die Verletzten seien in das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis gebracht worden, erklärte Bassal.

Israel sieht sich angesichts der verheerenden humanitären Lage in dem Palästinensergebiet infolge des andauernden Gaza-Kriegs zunehmend massiver internationaler Kritik ausgesetzt. Nach Angaben der UNO ist die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens von einer Hungersnot bedroht. Nach einer mehr als zweimonatigen Blockade der Hilfslieferungen durch Israel kommt die humanitäre Hilfe nur schleppend in das Gebiet.

Die neuen GHF-Zentren werden von der UNO und internationalen Hilfsorganisationen wegen ihrer Umgehung kritisiert. Der neuen Stiftung wird zudem vorgeworfen, einseitig die israelischen Ziele im Gazastreifen zu unterstützen. Israel wird international vorgeworfen, Hunger als Waffe einzusetzen und durch das Zurückhalten von Hilfsgütern wie Lebensmitteln und Medikamenten die Menschen zum Verlassen bestimmter Gebiete im Gazastreifen zwingen zu wollen.

Rund 20 Monate nach Kriegsbeginn sind die Verhandlungen über eine Waffenruhe weiterhin festgefahren. Eine zweimonatige Feuerpause endete im März, seitdem hat Israel seine Militäreinsätze zur Zerschlagung der Hamas im Gazastreifen verstärkt.

kbh /cp

B.Cooper--TNT

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