The National Times - Israel will Treffen arabischer Minister im Westjordanland nicht zulassen

Israel will Treffen arabischer Minister im Westjordanland nicht zulassen


Israel will Treffen arabischer Minister im Westjordanland nicht zulassen
Israel will Treffen arabischer Minister im Westjordanland nicht zulassen / Foto: © POOL/AFP

Israel will einen für Sonntag geplanten Besuch von arabischen Ministern im Westjordanland nicht zulassen. Die Palästinensische Autonomiebehörde beabsichtige, in Ramallah ein "provokatives Treffen der Außenminister arabischer Länder zu veranstalten, um die Förderung der Errichtung eines palästinensischen Staates zu diskutieren", erklärte ein israelischer Beamter am späten Freitagabend. Israel werde mit solchen Schritten "nicht kooperieren", kündigte der Beamte an.

Textgröße ändern:

Israel kontrolliert die Grenzen und den Luftraum des besetzten Palästinensergebiets. Ausländische Diplomaten dürfen somit nur mit israelischer Genehmigung einreisen.

Die arabischen Minister, die am Sonntag nach Ramallah reisen wollen, verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die israelische Entscheidung. In der vom jordanischen Außenministerium verbreiteten Erklärung hieß es, die Reise nach "Ramallah für ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zu verbieten", stelle eine "eklatante Verletzung der israelischen Verpflichtungen als Besatzungsmacht" dar und missachte das Völkerrecht.

Zuvor war aus Kreisen der palästinensischen Botschaft in Riad bekannt geworden, dass - erstmals seit der Besetzung des Westjordanlands 1967 durch Israel - mit dem saudiarabischen Außenminister Faisal bin Farhan al-Saud am Sonntag ein hochrangiger Vertreter aus dem Golfstaat Ramallah besuchen wolle. Zur Delegation unter Leitung bin Farhans sollten auch seine Amtskollegen aus Jordanien, Bahrain und Ägypten gehören sowie der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit, gehören.

Nach Angaben des US-Senders CNN wollten zudem Minister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und der Türkei an dem Besuch in Ramallah teilnehmen.

Die Ankündigung Saudi-Arabiens zu dem Ministerbesuch in Ramallah folgte auf eine Äußerung des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz, dass Israel "einen jüdisch-israelischen Staat" im Westjordanland errichten werde. Ferner kündigte der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich am Donnerstag die Errichtung von 22 neuen Siedlungen im Westjordanland an.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Koalition ringt vor geplantem Kabinettsbeschluss um Einigung bei Pflegereform

Vor dem geplanten Kabinettsbeschluss haben sich Union und SPD am Dienstag in intensiven Verhandlungen weiter um eine Einigung bei der Pflegereform bemüht. "Wir werden sehen, ob wir im Kabinett uns mit einem Beschluss darauf verständigen können", sagte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch am Dienstagnachmittag in Bremen. "Noch ist kein weißer Rauch aufgestiegen", hatte am Morgen der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis im ZDF betont. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass eine Einigung bis Mittwoch gelinge - dann sollte die Reform eigentlich vom Bundeskabinett beschlossen werden.

AfD-Verbot: SPD-Fraktionsvorsitzende fordern Einleitung eines Prüfverfahrens

Die Fraktionsvorsitzenden der SPD haben sich gemeinsam für die Einleitung eines Prüfverfahrens zu einem Verbot der AfD ausgesprochen. "Die AfD ist eine rechtsextreme Partei", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss zum Abschluss der zweitägigen Fraktionsvorsitzendenkonferenz. Die Partei greife die freie Gesellschaft an, normalisiere Rassismus, mache demokratische Institutionen verächtlich "und arbeitet darauf hin, die freiheitliche demokratische Grundordnung von innen heraus zu beseitigen".

Rechtspopulistin Le Pen weist Antisemitismusvorwurf gegen Bardella als Manipulation zurück

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat Antisemitismusvorwürfe gegen den Parteichef Jordan Bardella als politische Manöver zurückgewiesen. "Das lassen wir nicht mit uns machen", sagte sie am Dienstag in Paris vor Abgeordneten ihrer Partei Rassemblement National (RN) und verbündeter Parteien. Sie wolle herausfinden, "wer hinter dieser Manipulation steckt", sagte Le Pen.

Spanische Regierung will Mietverträge entfristen und Zwangsräumungen verbieten

Angesichts der landesweiten Proteste gegen die Wohnungsnot und hohe Mieten hat die spanische Regierung ein Gesetzespaket gebilligt, das ein Moratorium für Zwangsräumungen bis 2030 und die automatische Entfristung von zeitlich begrenzten Mietverträgen vorsieht. Darauf habe sich die Regierungskoalition nach zähen Verhandlungen geeinigt, erklärte die spanische Gesundheitsministerin Mónica García Gómez am Dienstag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: