The National Times - Dschihadist in Schweden wegen grausamen IS-Mordes in Syrien angeklagt

Dschihadist in Schweden wegen grausamen IS-Mordes in Syrien angeklagt


Dschihadist in Schweden wegen grausamen IS-Mordes in Syrien angeklagt
Dschihadist in Schweden wegen grausamen IS-Mordes in Syrien angeklagt / Foto: © Belga/AFP/Archiv

Rund zehn Jahre nach der brutalen Ermordung eines jordanischen Piloten durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien hat die schwedische Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen schwedischen Dschihadisten erhoben. Dem 32-Jährigen werde zur Last gelegt, sich an der "brutalen Hinrichtung" des Piloten beteiligt zu haben, sagte Staatsanwältin Reena Devgun am Dienstag vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Dem Angeklagten Osama Krayem würden "schwere Kriegsverbrechen und terroristische Verbrechen" vorgeworfen, sagte Devgun. Der Anklagebehörde zufolge ist der aus dem südschwedischen Malmö stammende Mann auf einem Video zu sehen, das der IS im Jahr 2015 verbreitet hatte.

Die Maschine des jordanischen Luftwaffenpiloten war im Dezember 2014 in Syrien nahe der damals vom IS kontrollierten Stadt Rakka abgestürzt. Der Pilot wurde von den Dschihadisten gefangen genommen, IS-Kämpfer sperrten ihn in einen Käfig und verbrannten ihn bei lebendigem Leib. Ein 22-minütiges und mit religiösen Gesängen unterlegtes Propagandavideo der grausamen Exekution veröffentlichte der IS im Internet.

Der Prozess gegen Krayem soll am 4. Juni beginnen. Der Schwede hatte sich 2014 dem IS in Syrien angeschlossen. Wegen Beteiligung an der Planung der islamistischen Anschläge in Paris mit 130 Todesopfern im Jahr 2015 wurde er in Frankreich zu 30 Jahren Haft verurteilt. Ein belgisches Gericht verurteilte ihn zudem wegen Beteiligung an den islamistisch motivierten Bombenanschlägen in Brüssel mit 32 Todesopfern im Jahr 2016 zu lebenslanger Haft. Frankreich hatte im März zugestimmt, Krayem für die Dauer der Ermittlungen und des Prozesses nach Schweden zu überstellen.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Siegmund will sich im Dezember zu Sachsen-Anhalts Ministerpräsident wählen lassen

Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Ulrich Siegmund strebt an, sich im Dezember im ersten Wahlgang zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen. Da es ihm nun möglich sei, "die Wahl des Ministerpräsidenten im ersten Wahlgang sicherstellen" zu können, könne er öffentlich "ein konkretes Datum definieren", sagte Siegmund am Dienstag nach einer Sitzung seiner Landtagsfraktion in Magdeburg im Fernsehsender Welt. Das hätten Gespräche der vergangenen Wochen ergeben und möglich gemacht.

Gericht: Polizei in Aachen darf Klimaaktivist erkennungsdienstlich behandeln

Ein Klimaaktivist aus Thüringen muss sich laut einer Gerichtsentscheidung nach einer mutmaßlich strafbaren Protestaktion bei der Räumung des Braunkohledorfs Lützerath vom Polizeipräsidium Aachen erkennungsdienstlich behandeln lassen. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster änderte damit laut Mitteilung vom Dienstag ein Urteil aus erster Instanz und wies die Klage des Manns ab.

Merz: Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Wachstumschance sehen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dafür geworben, Klimaschutz auch als Wachstumschance für Deutschland zu sehen. Deutsche Unternehmen seien bei erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien schon jetzt vielfach führend, sagte Merz am Dienstag in Berlin bei der 25. Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung, der die Regierung berät. Für ihn sei deshalb klar: "Die Transformation zur Klimaneutralität, sie zahlt sich langfristig aus."

Autos trotz Embargo nach Russland verkauft: Ermittlungen gegen Unternehmer

Weil sie trotz der Sanktionen illegal Autos nach Russland verkauft haben sollen, ermittelt die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern gegen zwei Unternehmer aus Rheinland-Pfalz und der österreichischen Hauptstadt Wien. Sie sollen zwischen Herbst 2022 und Ende 2024 insgesamt 53 Autos und sechs Sattelschlepper nach Russland exportiert haben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Textgröße ändern: