The National Times - Etwa 300 frankophone Schriftsteller prangern "Völkermord" im Gazastreifen an

Etwa 300 frankophone Schriftsteller prangern "Völkermord" im Gazastreifen an


Etwa 300 frankophone Schriftsteller prangern "Völkermord" im Gazastreifen an
Etwa 300 frankophone Schriftsteller prangern "Völkermord" im Gazastreifen an / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Etwa 300 französischsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller, unter ihnen zwei Nobelpreisträger, haben in einem offenen Schreiben einen "Völkermord" an der Bevölkerung des Gazastreifens angeprangert. "So wie es notwendig war, die am 7. Oktober 2023 gegen Zivilisten begangenen Verbrechen als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu benennen, muss heute der 'Völkermord' als solcher benannt werden", heißt es in dem in der Zeitung "Libération" am Dienstag veröffentlichten Aufruf.

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Diese Bezeichnung sei "kein Slogan", betonen die Unterzeichner, die davor warnen, "allgemeines Mitleid zu zeigen, ohne das Entsetzen zu benennen und ohne zu präzisieren, worum es sich handelt".

Zu den Unterzeichnern zählen die beiden französischen Literatur-Nobelpreisträger Annie Ernaux und Jean-Marie Gustave Le Clézio sowie zahlreiche Schriftsteller, die mit dem Goncourt-Literaturpreis ausgezeichnet wurden, etwa Hervé Le Tellier, Jérôme Ferrari, Laurent Gaudé, Leïla Slimani, und Nicolas Mathieu.

"Mehr denn je fordern wir, dass Sanktionen gegen Israel verhängt werden, wir verlangen einen sofortigen Waffenstillstand, der die Sicherheit und Gerechtigkeit für die Palästinenser garantiert, die Freilassung der israelischen Geiseln und die Freilassung der Tausenden palästinensischen Gefangenen, die willkürlich in israelischen Gefängnissen festgehalten werden", heißt es in dem Aufruf.

Der Gazakrieg war durch den Großangriff der radikalislamischen Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben rund 1200 Menschen getötet worden waren, überwiegend Zivilisten. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Seit dem 17. Mai hat Israel seine Offensive verstärkt, um die letzten israelischen Geiseln zu befreien, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen und die Hamas zu vernichten. Bei dem israelischen Militäreinsatz sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Hamas im Gazastreifen mindestens 53.977 Menschen getötet worden.

G.Waters--TNT

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