The National Times - Kiew meldet größten russischen Drohnenangriff seit 2022 - Trump nennt Putin "verrückt"

Kiew meldet größten russischen Drohnenangriff seit 2022 - Trump nennt Putin "verrückt"


Kiew meldet größten russischen Drohnenangriff seit 2022 - Trump nennt Putin "verrückt"

Die Ukraine hat in der Nacht zum Montag nach Angaben aus Kiew den größten russischen Drohnenangriff seit Kriegsbeginn erlebt. Russland feuerte insgesamt 364 Geschosse auf das Gebiet der Ukraine, darunter 355 Drohnen und Drohnenattrappen sowie neun Marschflugkörper, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Nach den bereits massiven Angriffe vom Wochenende nannte US-Präsident Donald Trump Kremlchef Wladimir Putin "völlig verrückt". Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärte, Putin handele aus einem "Gefühl völliger Straflosigkeit".

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Der Angriff in der Nacht zum Montag war nach Angaben des Luftwaffensprechers Juriy Ignat die bisher größte Drohnenattacke seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. In Kiew dauerte der Luftalarm nach offiziellen Angaben sechs Stunden.

Berichte über Todesopfer gab es zunächst nicht. In der westlichen Region Chmelnyzkyj wurden den Behörden zufolge 18 Wohngebäude beschädigt. Die Drohnenattrappen werden eingesetzt, um die gegnerische Luftabwehr zu überlasten.

Selenskyj forderte erneut "verschärfte Sanktionen" gegen Russland. "Nur ein Gefühl völliger Straflosigkeit erlaubt Russland, solche Angriffe auszuführen und diese zu verstärken", erklärte er in Onlinemedien.

Russland hatte die Ukraine bereits am Wochenende massiv angegriffen. In der Nacht zum Sonntag attackierte die russische Armee fast alle Regionen des Landes laut ukrainischen Angaben mit 69 Raketen und 298 Kampfdrohnen. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben 13 Menschen getötet. In der Nacht zum Samstag griff Russland mit 14 Raketen und 250 Drohnen an.

Die neuen Angriffe ereigneten sich vor dem Hintergrund des größten Gefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine seit dem Beginn des Kriegs vor gut drei Jahren. Dabei wurden am Wochenende jeweils tausend Gefangene der Gegenseite übergeben.

Trump, der sich in dem Krieg als Vermittler positioniert hatte, nannte den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag "völlig verrückt". "Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Russlands Wladimir Putin, aber irgendetwas ist mit ihm passiert", erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social.

Trump erklärte weiter, jeder Versuch Moskaus, im Zuge seiner Invasion in dem Nachbarland das gesamte ukrainische Territorium zu erobern, werde zum "Untergang" Russlands führen. Er selbst habe "immer gesagt, dass er die ganze Ukraine will, nicht nur ein Stück davon", erklärte Trump über Putin. "Vielleicht erweist sich das als richtig, aber wenn er das tut, wird es zum Untergang Russlands führen."

Der US-Präsident verschonte auch den ukrainischen Präsidenten nicht mit Kritik. Selenskyj würde "seinem Land keinen Gefallen zu tun, indem er so redet, wie er es tut", schrieb Trump auf Truth Social. Alles, was aus Selenskyjs "Mund kommt, verursacht Probleme".

Der Kreml verteidigte Putins Vorgehen nach den Verbalattacken Trumps. "Präsident Putin trifft die notwendigen Entscheidungen, um die Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Die jüngsten russischen Angriffe seien eine "Antwort" auf ukrainische Angriffe.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, er hoffe, dass Trumps Ärger über Putin die USA zum Handeln bringe. Der US-Präsident habe angesichts der "äußerst schwerwiegenden" jüngsten Angriffe begriffen, dass Putin ihn "angelogen" habe, sagte Macron bei einem Besuch in Vietnam.

Er forderte die weiteren westlichen Verbündeten und die Ukraine auf, Russland deutlicher unter Druck zu setzen. Putin müsse "eine Frist gesetzt werden, damit alle sehen können, dass er lügt", wenn er sage, dass er Frieden wolle, sagte Macron weiter. Nach Ablauf der Frist müssten "massive Vergeltungsmaßnahmen", vor allem in Form weiterer Sanktionen folgen.

Das russische Verteidigungsministerium verkündete am Montag die Einnahme zwei weiterer Ortschaften in der ukrainischen Grenzregion Sumy. Dem täglichen Lagebericht des Ministeriums zufolge nahmen die Truppen die Dörfer Wolodymyriwka und Bilowodi ein. Am Samstag hatte Moskau nach eigenen Angaben den nahegelegenen Ort Loknia eingenommen.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kämpfe waren in den vergangenen Wochen intensiviert worden. Putin ließ europäische Forderungen nach einer bedingungslosen Waffenruhe aber ins Leere laufen.

P.Jones--TNT

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