The National Times - AfD-Parteitag macht Weg für mögliche Einzelspitze frei

AfD-Parteitag macht Weg für mögliche Einzelspitze frei


AfD-Parteitag macht Weg für mögliche Einzelspitze frei
AfD-Parteitag macht Weg für mögliche Einzelspitze frei / Foto: © AFP

Die AfD kann künftig auch von einer Einzelspitze geführt werden. Die Delegierten des Bundesparteitags im sächsischen Riesa stimmten am Freitag mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit für eine entsprechende Satzungsänderung: Demnach ist künftig eine Einzel- oder eine Doppelspitze möglich; bislang sah die Satzung vor, dass die AfD von zwei oder drei Vorsitzenden geführt wird.

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Mit dem Votum für die Satzungsänderung folgten die Delegierten einem Vorstoß von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. "Ich bekenne mich zur Einzelspitze", sagte Höcke vor den Delegierten. "Das bedeutet Führung in Verantwortung auf Zeit." Höcke kritisierte: "Grundsätzlich sind Zweierspitzen konfliktträchtig."

Die Entscheidung, ob die AfD für die in Riesa anstehende Vorsitzendenwahl eine Einzel- oder Doppelspitze bekommt, muss nun der Parteitag entscheiden. Höcke sprach sich dafür aus, noch einmal eine Doppelspitze zu installieren, bei der nächsten Wahl dann aber eine einzelne Person an die Spitze zu wählen.

Die Satzungsänderung wurde mit 69,2 Prozent vom Parteitag angenommen. Verworfen wurde aber der Vorschlag, im Falle einer Einzelspitze einen Generalsekretär für die Partei zu berufen. In der Debatte war auch deutliche Kritik an dem Vorstoß für eine Einzelspitze laut geworden.

Hessens Ko-Landeschef Robert Lambou, der seinen Landesverband in einer Doppelspitze führt, sagte: "Einigkeit erreicht man nicht durch eine Einerspitze, sondern indem man auf Augenhöhe miteinander redet, bis man eine Lösung hat." Der frühere AfD-Vizechef Albrecht Glaser warnte, in der Partei könnten bei einer Einzelspitze "autoritäre Strukturen" entstehen.

F.Lim--TNT

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