The National Times - Slowakischer Regierungschef Fico trifft sich trotz EU-Kritik mit Putin

Slowakischer Regierungschef Fico trifft sich trotz EU-Kritik mit Putin


Slowakischer Regierungschef Fico trifft sich trotz EU-Kritik mit Putin
Slowakischer Regierungschef Fico trifft sich trotz EU-Kritik mit Putin / Foto: © POOL/AFP

Trotz Kritik aus Brüssel ist der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen. "Im Gegenteil, es war mir eine Ehre, diese Einladung zu erhalten, und ich habe sie gerne angenommen", sagte Fico bei einem vom russischen Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit Putin am Freitag. Der für seine pro-russische Haltung bekannte Fico war der einzige EU-Regierungschef, der an den Gedenkfeiern des Landes zum Ende des Zweiten Weltkriegs teilnahm.

Textgröße ändern:

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte Fico vor seiner Reise nach Moskau gewarnt, die baltischen EU-Staaten Estland, Lettland und Litauen erteilten seinem Flugzeug auf dem Weg in die russische Hauptstadt ein Überflugverbot. Der slowakische Regierungschef musste deswegen seinen Zeitplan ändern. Das Überflugverbot bezeichnete er als "lächerliche Kinderei".

Bei seinem Moskau-Besuch kündigte Vico ein Veto der Slowakei gegen einen EU-Vorschlag zum Stopp aller Energieimporte aus Russland nach Europa an.

Putin versicherte dem Gast aus der Slowakei seinerseits, er werde "alles" in seiner Macht stehende tun, um die Beziehungen zur Slowakei wiederherzustellen, die unter dem kollektiven Druck des Westens "eingefroren" worden seien. Moskau habe die Slowakei immer als "freundschaftliches Land" betrachtet.

Ähnlich wie sein ungarischer Kollege Viktor Orban hat Fico bereits wiederholt die Unterstützung der Europäischen Union für die Ukraine nach dem Beginn der russischen Offensive in dem Land sowie die Politik der Isolierung Russlands durch die EU kritisiert. Fico war bereits im Dezember 2024 mit Putin zu Gesprächen über Gaslieferungen zusammengetroffen.

Auch bei einem Treffen Putins mit Serbiens Präsident Aleksandar Vucic am Freitag waren die Gaslieferungen Thema. Vucic, der gute Beziehungen zum Kreml pflegt, bat Putin dabei, sein Land weiterhin mit preisgünstigem Gas zu versorgen.

Serbien verhandelt derzeit mit Russland über ein neues mehrjähriges Gasabkommen, ein dreijähriger Liefervertrag läuft im Mai aus. Belgrad ist bei der Deckung seines Gasbedarfs in hohem Maße von Russland abhängig und zahlt im Rahmen seines derzeitigen Vertrags mit Moskau nur 275 Dollar für tausend Kubikmeter - weit unter dem aktuellen Marktpreis in Europa.

Bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Vucic im Kreml sagte Putin, Russland bleibe ein "Garant für die Energiesicherheit Serbiens". Beide Staatschefs würden "definitiv" über Lieferungen des staatlich kontrollierten Gasriesen Gazprom an Serbien sprechen.

Serbien unterhält traditionell gute Beziehungen zu Russland - auch ungeachtet seines Status als EU-Beitrittskandidat. Den EU-Sanktionen gegen Moskau hat sich Belgrad nicht angeschlossen.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Kommunalwahl in Frankreich: Präsident Macron bestreitet Einmischung

Kurz vor der zweiten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron eine Einmischung zugunsten der konservativen Pariser Kandidatin, Ex-Kulturministerin Rachida Dati, bestritten. "Anonyme Gerüchte ohne Beweise sollten nicht als Information verbreitet werden", schrieb das Präsidialamt am Freitag im Onlinedienst X als Kommentar zu einem Artikel der Tageszeitung "Le Monde".

Schlagabtausch zur Kulturfreiheit: Linke und Grüne gehen mit Weimer ins Gericht

Harter Schlagabtausch zur Kulturpolitik im Bundestag: Nach dem Wirbel um den Ausschluss von Buchhandlungen von einer Preisvergabe sind Linke und Grüne am Freitag hart mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) ins Gericht gegangen. Abgeordnete beider Fraktionen stellten Weimers Amtsverständis in Frage und forderten seinen Rücktritt. Union und AfD warfen ihnen im Gegenzug Doppelmoral in der Frage vor, wie weit Kunst gehen darf.

Trump nennt Nato-Verbündete "Feiglinge"

Wegen ihrer Haltung im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump die Nato-Verbündeten als "Feiglinge" beschimpft. Trump schrieb am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, die Partner beschwerten sich im Iran-Krieg über die hohen Ölpreise, wollten aber nicht helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. Dabei sei dies "ein einfacher militärischer Schritt" mit "geringem Risiko".

Vorläufiges Endergebnis: CDU gewinnt Kommunalwahl in Hessen vor SPD und AfD

Die CDU hat die Kommunalwahl in Hessen am vergangenen Sonntag deutlich vor der SPD und der AfD gewonnen. Laut vorläufigem Endergebnis erreichte die CDU 29,8 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,3 Prozentpunkte mehr als bei der Kommunalwahl 2021. Zweitstärkste Kraft wurde die SPD mit 20,8 Prozent, was einen Verlust von 3,2 Prozentpunkten bedeutete.

Textgröße ändern: